Ackerwildkraut-Meisterschaft 2018

Baden-Württembergs Umweltministerien haben sich die Stärkung der biologischen Vielfalt auf die Fahne geschrieben und setzen dabei auf ihr Sonderprogramm - und die Landwirstchaft als Partner. Nun ehrten die Staatssekretäre Gurr-Hirsch und Baumann die Ackerwildkraut-Meister 2018.

Staatssekretär Dr. Andre Baumann (MU) ehrte gemeinsam mit Staatssekretärin Friedeline Hirsch-Gurr (MLR) die Sieger der Ackerwildkraut-Meisterschaft 2018. (Bildquelle: MU BW)

Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) meldet, fand die diesjährige Ackerwildkraut-Meisterschaft 2018 in den Landkreisen Ludwigsburg und Heilbronn statt und wurde durch das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt vom Umweltministerium gefördert.

„Nur in Partnerschaft mit unseren Landwirtinnen und Landwirten können wir die Biodiversität in Baden-Württemberg bewahren“, betonte die Staatssekretärin im MLR, Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Siegerehrung. Denn gerade die Landwirtschaft sei in wichtiger Partner, wenn es um den Erhalt der Biodiversität gehe.
"Deshalb ist es für uns Pflicht und zentrale Aufgabe, hierbei unsere Bauern zu unterstützen“, so Gurr-Hirsch weiter.

„Wir brauchen mehr blühende Ackerflächen - für Mensch und Natur", meint auch Dr. Andre Baumann, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM), „die Ackerwildkrautmeister zeigen, wie aus einem langweiligen Acker eine Naturoase für Hummel, Kornblume und Co. wird und gleichzeitig Nahrungsmittel noch produziert." Die Preisträger bewiesen damit, dass Naturschutz und Landwirtschaft sich nicht ausschließen, sondern Hand in Hand gehen könnten.

Das MLR und das UM zeichneten gemeinsam mit dem Institut für Agrarökologie und Biodiversität die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen des Thementages ‚Hase, Huhn & Hummel – Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft im Landkreis Ludwigsburg‘ aus. Insgesamt wurden zehn Flächen angemeldet.

Mit den Ackerwildkraut-Meisterschaften werden die Leistung von Landwirtinnen und Landwirten honoriert, welche ihre Äcker im Einklang mit der Natur bewirtschaften und dadurch selten gewordene Ackerwildkräuter fördern.
Die Preisträgerinnen und Preisträger würden so zum Erhalt einer artenreichen Feldflur beitragen.

Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Im November 2017 beschloss die Landesregierung ein neues Sonderprogramm. Dessen Ziel sei die Stärkung der biologischen Vielfalt in Schutzgebieten, aber vor allem in der von Menschen genutzten Kulturlandschaft.
Das MLR, das Umweltministerium und das Verkehrsministerium betreuen das Programm gemeinsam.

Bei allen drei Ministerien bestünden bereits eine Reihe von Programmen und Konzepten zu diesem Anliegen.
Mit dem Sonderprogramm würden jedoch weitere Akzente gesetzt.
Insgesamt ständen 30 Millionen Euro für Projekte und Maßnahmen, sowie sechs Millionen Euro für Monitoring zur Verfügung.

In diesem Rahmen konnten die Ministerien bereits mit 24 landwirtschaftlichen Projekten und Maßnahmen beginnen. Dazu zählen beispielsweise die Erweiterung der Förderung von Brachebegrünung mit Blühmischungen oder auch eine neue Maßnahme zum Schutz von Niederwildarten, die ab 2019 angeboten werde.

Artikel geschrieben von

Berenike Kröck

Redaktion Südplus

Schreiben Sie Berenike Kröck eine Nachricht

Vorbildlicher Stallumbau: Betrieb Willibald aus Arzbach in Bayern

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Gerhard Steffek

Der Hungernde hat ein Problem -

der Satte tausend. Das Ganze ist doch mittlerweile eine so abstruße Angelegenheit geworden, daß es schon nicht mehr zu Glauben ist. Eine reine Wohlstandsdiskussion. Wenn ich bedenke, daß es eine Machbarkeitsstudie zur Ansiedlung von Begünstigten des „internationalen Schutzes“ in der EU durch die EU Kommision aus dem Jahr 2010 gibt, dann frage ich mich schon wo der gesunde Menschenverstand abgeblieben ist. In der heißt es nämlich das in Deutschland 274 Mio. Menschen und in der EU 3,8 Mio. Platz hätten. Wir haben jetzt 232 EW/km² und fühlen uns schon beengt. Sollen wir da dann Verhältnisse bekommen wie in Bangladesh? Die haben nämlich 1000 EW/km². Aber auch entsprechend viel Armut und Hunger. Wie gesagt der Hungernde hat ein Problem. Da wird das Ackerwildkraut eines der Geringsten sein.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen