Agrarhandel

BayWa mit starkem ersten Halbjahr

Der Konzern fährt 63% mehr Gewinn vor Zinsen und Steuern als im selben Vorjahreszeitraum. Sogar das einstige Sorgenkind Agrarhandel macht einen Ergebnissprung.

Die BayWa AG meldet für das 1. Halbjahr 2019 eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum: Zum 30. Juni 2019 habe das EBIT 52,2 Mio. Euro betragen (Vorjahr: 32,1 Mio. Euro). Der Umsatz nahm leicht zu auf 8,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,3 Mrd. Euro). Die Verbesserung des EBIT führt der Agrarkonzern zum größeren Teil auf positive Entwicklungen in den operativen Geschäftsfeldern zurück, vor allem im Segment Energie.

Auch Agrarhandel läuft rund

„Die BayWa hat im 1. Halbjahr des laufenden Jahres ihr operatives Geschäft um rund 12 Mio. Euro verbessert. Ich freue mich darüber, dass dies nicht nur aus dem Bereich der regenerativen und der klassischen Energie kommt, sondern auch aus dem deutschen Agrarhandel, der im Vergleich zum Vorjahr einen signifikanten Ergebnissprung machte“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz.

Positiv in Höhe von rund 7 Mio. Euro wirkte sich zudem ein Effekt aus der vorgeschriebenen Umstellung zur Leasingbilanzierung nach IFRS 16 auf das Ergebnis aus, der sich wiederum gegenläufig im Zinsaufwand niederschlug.

Lutz blickt insgesamt optimistisch in die 2. Jahreshälfte 2019: Da bei der BayWa r.e. renewable energy GmbH (BayWa r.e.) wie im vergangenen Jahr die meisten Projektverkäufe wieder für das Schlussquartal geplant sind und die klassische Energie bereits einen großen Ergebnisvorsprung hat, geht er von einem Ergebnis im Segment Energie aus, das über dem hohen Abschluss des Vorjahres liegt.

Schlechtes Wetter schadet Handel nicht

Auch wenn die Witterungsverhältnisse in Deutschland dieses Jahr wieder nicht optimal sind, sollte sich der inländische Agrarhandel weiter stabil entwickeln. Der internationale Agrarhandel werde weiterhin mit Märkten umgehen müssen, die von globalen politisch-ökonomischen Unwägbarkeiten und relativ geringer Volatilität beeinflusst sind. Für das Obstgeschäft sieht die BayWa gute Chancen: In Deutschland und Europa wird mit einer rückläufigen Ernte gerechnet, mit entsprechend steigenden Vermarktungspreisen und zusätzlichen Vertriebsmöglichkeiten für Produkte aus der südlichen Hemisphäre.

Ähnliches gelte auch für den Handel mit tropischen Früchten. Die Technik verzeichnet zum Halbjahr 2019 ein höheres Auftragsvolumen als im Vorjahreszeitraum und dürfte weiter aufholen. Im Segment Bau ist sei gleichbleibend guten Bedingungen von einer weiteren positiven Entwicklung für 2019 auszugehen.

Vorstandsvorsitzender Lutz rechnet aufgrund der insgesamt positiven Vorzeichen mit einem Konzern-EBIT für 2019, das über dem des Jahres 2018 liegt.

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Albert Maier

Na ...

.... Hauptsache, das EBIT passt, wie die Bauern mit dem BAYWA-EBIT zurechtkommen ist ja wurst...

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