Wiesenmeisterschaft

Bessere Förderprogramme für artenreiche Wiesen

Die Futternutzung sowie langfristig gute und sichere Förderprogramme sind für den Erhalt artenreicher Wiesen unverzichtbar.

Den Wiesenaufwuchs wirtschaftlich für die Fütterung zu nutzen sowie gute Förderprogramme sind für Landwirte wesentliche Anreize, um für den Artenschutz besonders wichtige Wiesen weiterhin extensiv zu nutzen.

Das ist das Ergebnis einer Befragung des Bund Naturschutz in Bayern und der LfL Bayern unter den bisher im Rahmen der bayerischen "Wiesenmeisterschaft" prämierten Betriebe. Die Preisträger wünschen sich eine Nachbesserung der Förderprogramme. Konkret sollte z.B. ein Festmistprogramm aufgelegt und die Artenanreicherung von Wiesen mittels Mähgutübertragung gefördert werden.

Zudem fehle z.B. ein Beratungsangebot für die bessere Wertschöpfung kleinerer Betriebe und Nebenerwerbsbetriebe, die artenreiche Wiesen bewirtschaften und auch zum Futterwert artenreicher Wiesen und Weiden.

Anlass der Befragung war das zehnjährige Jubliäum der Wiesenmeisterschaft, die vom Bund Naturschutz (BN) gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) seit 2009 ausgerufen wird. Bisher haben sich 453 Landwirte daran beteiligt.

Mehr Beratung, bessere Vernetzung

„Die Wiesenmeisterschaft hat gezeigt, dass Landwirte nicht nur eine attraktive Förderung für die extensive Nutzung ihrer Wiesen und Weiden brauchen, sondern dass die Programme auch aktiv beraten werden müssen“, so Marion Ruppaner, BN Agrarreferentin.

Der BN fordert deshalb neben dem weiteren Ausbau der Förderung extensiver Wiesen und Weidebewirtschaftung, auch mehr Fachkräfte an den Unteren Naturschutzbehörden und eine aktive Programmberatung an den Ämtern für Landwirtschaft. „Bei vielen, oft kleineren Betrieben fehlt nach wie vor das Wissen um die angebotenen Fördermöglichkeiten, und Hilfestellungen, wie sie ihre Betriebe wirtschaftlich stabil weiterführen können, wenn sie ihn nicht vergrößern wollen“, so Ruppaner.

Deshalb sei es auch sehr wichtig, dass die Wildlebensraumberater und die Fachberatung an den Ämtern für Landwirtschaft besser vernetzt und in Sachen Naturschutz fortgebildet würden.

Agrarumweltprogramme nützen der Artenvielfalt

„Das Grünlandmonitoring der LfL hat ergeben, dass die Artenzahlen auf Flächen mit Agrarumweltmaßnahmen eindeutig höher sind als auf Flächen ohne Maßnahmen und oft auch höher liegen als der bayerische Durchschnitt (20 Arten/25 m²).

Die Neuaufnahme bzw. Beibehaltung von Agrarumweltmaßnahmen lassen die Artenzahlen nochmal steigen. Umgekehrt bedeutet der Ausstieg aus Agrarumweltmaßnahmen einen Artenverlust, v. a. bei ursprünglich artenreichen Standorten. Wenn öfter gemäht wird, geht auch die Zahl der für Bestäuber attraktiven Blüten zurück“, erläutert Dr. Sabine Heinz von der LfL.

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Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Richtig

wäre es den entgangen Eiweiß, Ertrag und Energiegehalt auszugleichen. Die Kosten sind ja bekannt für jede Einheit. Bei Milchkuhhalten konnte man sagen 2000 kg weniger Milch/Kuh aus dem Grundfutter und somit die Milchmenge monetär ausgleichen. ---600-700 Euro Verlust/ Kuh.

von Heinrich Esser

Extensive Weidewirtschaft

Ich kenne solche Programme aus der Eifel, wo viele Betriebe mitmachen. Die Landwirte erhalten aus der zweiten Säule Förderprämien, wodurch der wirtschaftliche Minderertrag ganz gut ersetzt wird. Wichtig ist, dass auf die Bedürfnisse der Landwirte eingegangen wird und diese auch bereit sind, etwas für den Naturschutz zu tun. Ehrlich gesagt fällt mir kein Grund ein, warum man sich hier nicht beteiligen sollte.

von Willy Toft

So etwas wird bei uns auf Naturschutzflächen Praktiziert, welcher Betrieb soll hierbei.....

überleben? Die Gedanken in Richtung Naturschutz, mit extensiver Weidewirtschaft sind deutlich sichtbar. Es hilft aber nicht den Landwirten, die davon leben müssen, und die gerade neue Auflagen(Artenschutz) bekommen! Der Kollege, der seinen Betrieb schon feil bietet, hat recht, da kann man sich nur noch vom Acker machen!

von Helmut Schosser

Das einzige was wir brauchen ist eine Nachhaltige Landwirtschaft.Das bei den Wiesen mit Umweltprogrammen teilweise eine massive Verunkrautung gegeben ist(Jakobskreutzkraut )u.u.u wird einfach unter den Tisch gekehrt?!

von Erwin Schmidbauer

War da was oder träume ich?

Warum braucht es Förderprogramme für die Artenvielfalt? Immerhin haben in Bayern ca. 20 % der Bevölkerung für mehr Artenvielfalt unterschrieben. Das ist doch ein riesiges Potential als neue Kundschaft für solche besonderen Dienste und Angebote. Vielleicht sollte man mal eine Umfrage dazu an öffentlichen Plätzen starten und dort besondere Produkte anbieten. Immerhin jeder 5 müsste zuschlagen.

von Gerhard Lindner

Hallo an alle Interessierten Hiermit biete ich meinen im Haupterwerb wirtschaftenden Milchviehbetrieb mit Melkroboter an den Meistbietenden an. Hab soeben gelesen, es werden an den Ämtern und der unteren Naturschutzbehörde neue Facharbeiter in sicherer Anstellung gesucht, Aussicht auf Anstellung bestens. Eine Bedingung: 10 ha Wiesen möchte ich zur Extensivierung behalten, da diese in Zukunft gut gefördert werden können und somit aucb der weiter unattraktiven, alles kaputtmachenden konventionellen Landwurtschaft endlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Dank Juncker und der EU brauchen wir keine Landwirtschaft mehr in Deutschland, wir bekommen doch nun schnell gewachsenes Fleisch und Pfllanzenerzeugnisse aus aller Herren Länder. Endlich können wir die Insekten und Arten in Deutschland erhalten. Bei Interesse bitte bei topagrar nach meiner Mailadresse nachfragen, da ich sie leider hier zwecks des Datenschutzes nicht preisgeben darf.

von Josef Doll

Das Problem der Zukunft

Wunderschön diese blühénde Wiese oder ?? Ich habe da nur ein leichtes Bauchziehen wie das ist falls ich aussteigen will ?? Da ich ja Katalogisiert bin ist ein Aussteigen nicht mehr möglich oder ?? Nun bei uns werden für das Anlegen und Überwachen einer solchen Wiese im Rahmen von Baumaßnahmen von 2 Ha über 5200 € fällig !!!! Der Bewirtschafter bekommt was ------------- null ach ja den Ausgleich. Und das Heu. Aber wenn die Pferdehaltung wegen der Co2 Verschmutzung ( 22.000 Km können pro Pferd mit dem Auto gefahren werden ) defakto auch nein na ja Politisch Verboten wird ?? NABU und Co denken im Notfall an sich -------- wenn es um IHR Einkommen geht !!

von Thomas Blöthner

Was der BUND

da fordert soll eigentlich nur dazu dienen um noch so ein paar oberfaule Umweltsicherungsstudenten in Stellung zu bringen ! lg

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