Feldtag in Bettenreute

Biodiversität auf dem Acker: Was geht überhaupt? Premium

Baden-Württemberg ist in Sachen Biodiversität auf Acker und Grünland Vorreiter. Am Versuchsgut Bettenreute in Oberschwaben testen Experten derzeit auf 100 ha neue Maßnahmen.

Die Biodiversität und gleichzeitig die Landwirtschaft zu erhalten, das müsse das Ziel sein, erklärte Ministeraldirektorin Grit Puchan vom MLR in Stuttgart vor Landwirten, Beratern und Auszubildenden zum Start des 1. Feld- und Demonstrationstages zur Biodiversität in Fronreute-Bettenreute (Lkr. Ravensburg) am Mittwoch. "Das Artensterben ist ein reales Thema, eine Unterschrift unter ein Volksbegehren reicht da nicht aus, man muss auch Verantwortung übernehmen", so Puchan. Verbraucher, Kommunen, Wirtschaft und Industrie seien ebenso wie die Landwirtschaft gefordert.

Baden-Württemberg sei mit mehreren Maßnahmen Vorreiter bei diesem Thema, das Biodiversitätssonderprogramm mit einem Fördervolumen von 13,5 Mio. Euro plus 1 Mio. Euro für Monitoring-Maßnahmen sowie eine zu 100 % geförderte Biodiversitäts-Beratung habe kein anderes Bundesland in dieser Form und man wolle auch noch mehr tun. Zum Beispiel sei angedacht, dass Biodiversitätsmaßnahmen im Qualitätszeichen Baden-Württemberg integriert würden, auch die Streuobstkonzeption soll in dieser Hinsicht mehr Geld bekommen. "Wir wollen die Biodiversität so schnell wie möglich in die Fläche bringen", so Puchan.

Neue Maßnahmen in FAKT

Und auch in FAKT wird man künftig wohl neue Fördermaßnahmen für mehr Biodiversität auf Ackerflächen finden. Dazu untersucht das ...

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Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Mais

wir haben in den letzten Jahren immer das Problem der Erosion bei Starkregen. Mistgaben und Grünreste auf dem Feld machen Sinn. der Boden trocknet durch die Sonneneinstrahlung dann nicht so sehr aus und das Wasser wird gebremst.

von Paul Siewecke

Distel und Quecke ohne PSM loswerden...

geht, allerdings nur über mehrere Jahre hinweg. Gegen Distel kann man mehrjähriges Kleegras, Luzerne oder Esparsette anbauen (und mehrschnittig nutzen, das "hungert" sie aus!). Als Getreideart funktioniert Wintergerste recht gut (und früh reifender Winterroggen), da die Disteln i.d.R. noch in der Blüte vom Mähdrescher erwischt werden. Zu diesem Zeitpunkt hat das Wurzelwerk am wenigsten Reserven zum Wiederaustrieb. Danach Stoppelsturz mit schneidenden Bodenwerkzeugen (Gänsefußschargrubber, Schälpflug, etc.), dichte Zwischenfrüchte, (bei Bedarf mulchen...), etc... Ich denke, das Prinzip ist klar! Gegen die gemeine Quecke hilft der Anbau von Winterroggen und der Einsatz des Schälpfluges zum Stoppelsturz (5-8cm max. Tiefe) und danach wieder eine dichte Feldfrucht (oder Hackfrüchte...). Wer lieber PSM einsetzt, der kann die oben beschriebenen ackerbaulichen Maßnahmen natürlich zur Unterstützung nutzen...

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