Agrarpolitik

Großes Lob nach rundem Tisch zur Artenvielfalt

In Bayern legen die Teilnehmer des runden Tisches zur Artenvielfalt ihre Ergebnisse vor – und hoffen, dass die Regierung diese umsetzt.

Der runde Tisch zur Artenvielfalt in Bayern, an dem neben den Initiatoren und Unterstüzern der Volksbegehrens für mehr Artenvielfalt auch der Bayerische Bauernverband, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Bund Deutscher Milchviehhalter teilgenommen hatten, ist beendet. Moderator Alois Glück (CSU) hat die Ergebnisse der Diskussionen zusammengefasst und legt diese nun der Bayerischen Staatsregierung vor.

Die Teilnehmer lobten übereinstimmend die konstruktive Zusammenarbeit, meldet der Bayerische Rundfunk (BR). Bayerns Bauernpräsident erachtet vor allem die erzielten Verständigungen bei Walz- und Mähzeiten als wichtig, so der BR. Nun müsse sich allerdings zeigen, ob "die mühevoll zusammengetragenen Sachargumente berücksichtigt" werden, zitiert ihn ntv. Die Regierung und der Landtag werden ein begleitendes Gesetz entwerfen, dass die Umsetzung des Gesetzesentwurfs des Volksbegehrens präzisiert. Wie Glück mehrfach betonte, hat der Ergebnisbericht des runden Tisches dabei nur Vorschlagscharakter.

Sowohl Bauernvertreter als auch Naturschützer äußerten während des runden Tisches die klare Erwartung an die Politik, die Ergebnisse ernst zu nehmen und ohne Abstriche umzusetzen.

Den vollständigen Ergebnisbericht von Alois Glück finden Sie hier.

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Ludwig Lang jun.

Bauernopfer!!

Jetzt werden wir Bauern entgültig zum Spielball der Politik und der BBV feiert das als Erfolg!! Das was hier nachverhandelt wurde ist ein Desaster für unseren Berufstand. Die CSU hat erkannt mit uns Landwirten reicht es nie zu 47% oder mehr, aber mit den 20% Sachverständigen die alle die Bewirtschaftung besser gelernt haben wie wir mit einer fachlichen Ausbildung wird es eher klappen!! Wir werden nur noch Prämienoptimiert anbauen den gute Erträge werden immer schwieriger zu erzielen sein. Die Streuobstwiesen werden schnell verschwinden sowie die Bioverbände ihren Mitgliedern erklären müssen warum die Preise in Keller sind, und es keine Bodenbrüter in den Bioäckern gibt!!! Das Traurige dabei ist vieles davon wurde von den Kollegen der Bioverbände mit unterstützt die diese Vorgaben wahrscheinlich nicht umsetzten müssen!!!

von Gerhard Lindner

Wir müssen nur schnell sein und sollten uns schleunigst um die neu initiierten Arbeitsplätze beim Naturschutz bewerben. Werden wahrscheinlich aber keine Chance haben, da uns das Studium fehlt und somit die fachliche Eignung.. wir sind halt einfach BAUERN.

von Sonja Rimböck

Schauspieler und Verräter

Pölitik und Bauernverband sind an Mißwirtschaft und Flächenfraß masgebend verantwortlich ! Aber am Runden Tisch noch die Helden spielen.Es ist doch nur noch zum Kotzen mit diesen mit diesen Volksvertretern.

von Gerhard Steffek

Das Volksbegehren ist nur eines -

Populismus pur. Besonderes jetzt in Hinblick auf die Europawahlen wird dies anhand der Wahlplakate deutlich. Da feiern sich die Verantwortlichen als die "Bienenretter" schlechthin. Der immense Schaden der dabei aber angerichtet wird fällt heimlich still und leise unter den Tisch, den wenn ein "Bauer" stirbt, dann tut er es nunmal leider leise. Er ist ja kein Industriegigant wie Bosch, VW und Co.

von Albert Maier

Die Kehrtwende...

... des BBV ist eine Katastrophe, und zwar in Sachen Glaubwürdigeit nach innen und aussen!!!

von Harald Finzel

@Heidl: Rücktritt! Jetzt!

Bayerns Bauernpräsident soll endlich zurücktreten. Er ist unfähig, die Interessen der bayerischen Bauern in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das hat er nun einmal mehr beim Runden Tisch gezeigt: Söder hat die die Bauern über die Klinge springen lassen, und Heidl klatscht noch Beifall.

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