Landtechnik

Gülle: Schleppschuh kontra Möscha Premium

Viele Praktiker fürchten sich vor Futterverschmutzung, wenn die bodennahe Gülleausbringung ab 2025 auf Grünland zur Pflicht wird. Zu Recht? Die Güllegemeinschaft Isarwinkel weiß die Antwort.

So einen Direktvergleich hat sonst niemand: Die Mitglieder der Güllegemeinschaft Isarwinkel GbR aus Bad Tölz haben freie Wahl zwischen einem Möscha-Pendelverteiler sowie einem Schleppschlauchverteiler, jeweils an einem 12,5 m³ Güllefass.

Schwer, teuer, Würste

Auf den ersten Blick spricht vieles gegen den Schleppschuh. Er wiegt 1,7 t mehr, hat 35 000 € mehr gekostet als der Möschaverteiler und braucht einen Schlepper mit mindestens ca. 95 PS – in hügeligem Gelände deutlich mehr.

Und die berüchtigten Güllewürste? „Lassen sich nicht wegdiskutieren“, sagt GbR-Vorsitzender Martin Sappl (38). Die streifenförmig ausgebrachte Gülle formt auch bei ihm nach einigen Tagen eingetrocknete Bänder.

Um diese Würste nicht im Futter zu haben, hat sich Sappl Kufen für das Mähwerk zugelegt, mit denen er nun 10 cm hoch schneidet. Einen neuen Schwader gab es ebenfalls – der alte habe zu weit nach unten gezogen und die Würste aufgewirbelt. Verdünnen mit Wasser hat er auch schon probiert – aber: „Jeder Kubikmeter steht auf meiner Abrechnung, egal ob Gülle oder Wasser“, benennt er das ...

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Georg Wagner

Kostenunterschied sehr deutlich

Das ist schon ein Unterschied ob 0,70€ oder 1,80€ für das Gülleausbringen aufgebracht werden muss! Dann soll noch die Mäh- und Schwadtechnik angepasst werden. Ich wünsche mir einen richten Vergleich beider Systeme mit vor und nachteilen sowie belegbare Werte der Emissionen. Solange diese Ergebnisse nicht vorliegen werden sich viele Landwirte nur sehr schwer davon überzeugen lassen.

von

Region beachten

Bei 1400 Liter Niederschlag im Jahr und jeden 4 Tag ein Schauer wie im Isarwinkel funktioniert vieles eben besser, als wie bei uns im letzten Jahr 480 Liter. Wenn der Wetterbericht 15 Liter zu 95 Prozent Sicherheit voraussagt und dann eben nur 0,15 Liter runterfallen haut eben beides nicht hin.

von Gerhard Steffek

Themaverfehlung?

Irgendwie geht mir der Artikel am Thema vorbei. Hier wurde mehr über die Güllegemeinschaft geschrieben als der Unterschied zwischen den Ausbringverfahren.

von Heiko Dierks

Was hat das denn mit Verteilgenauigkeit zu tun wenn 5 cm wurst dann 10 cm nix und wieder 5 cm Wurst ?

von Gerd Uken

Mir fällt nur auf

Das man diese „ Streifenkrankheit“ jetzt im Weizen gut sehen kann wo keine Gülle hingekommen ist.

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