Molkereien

Private Molkereien verteidigen Vertragsfreiheit

Die Privatmolkereien in Bayern fordern Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Haltungsformen in der Milcherzeugung und verteidigen die Vertragsfreiheit bei Lieferbeziehungen.

Das wurde bei der Jahrestagung der Privaten Bayerischen Molkereien (VBPM) vor Kurzem in München deutlich. „Gerade die privaten Unternehmen haben sich bei den Lieferbeziehungen dem Dialog mit den Milcherzeugern gestellt. Das geht aus der im Herbst 2018 durchgeführten Mitgliederbefragung hervor“ betonte VBPM-Geschäftsführerin Susanne Glasmann auf der Tagung.

DBV zu Gast

In der anschließenden Podiumsdiskussion waren DBV-Vizepräsident Karsten Schmal und Abteilungsleiter Konrad Schmid zu Gast. Im Mittelpunkt standen dabei aktuelle Agrarthemen auf Landes-, Bundes- und Europaebene. Das klare Bekenntnis des DBV zu Europa gehe einher mit den Kernanliegen für eine moderne und vielfältige Landwirtschaft in Deutschland und Europa, so Schmal, Sprecher des Lenkungsgremiums der Strategie 2030. Zentrales Thema im Staatsministerium für Ernährung und Landwirtschaft sei derzeit der Umgang mit dem Volksbegehren und den dazugehörenden Begleitgesetzen.

Auf EU-Ebene sei die GAP 2020 der Schwerpunkt und Abteilungsleiter Konrad Schmid versprach, dass man alle Spielräume nutze, um Familienbetriebe zu stärken. Auch die Förderprogramme für Investitionen sollen weiterhin zur Verfügung stehen. VBPM-Präsident Robert Hofmeister mahnte vor den Molkereivertretern die Umsetzung der längst überfälligen Produktverordnungen und die seit Jahren ausstehende Milchgüteverordnung an. Er bat das bayerische Ministerium hierbei um Unterstützung gegenüber dem Bundesministerium.

Bewertung des Milchmarktes

Nach einer Schwäche zu Beginn des Jahres 2018, habe sich der Markt laut VBPM mittlerweile stabilisiert und der Milchpreis in Bayern zeige einen Seitwärtstrend. Die Interventionsbestände seien zusammengeschmolzen, was jedoch nicht heiße, dass die Mengen bereits verbraucht seien. Die Milchmenge entwickelte sich saisonal und liegt aktuell leicht unter dem Vorjahreswert. Der Höhepunkt scheint bereits überschritten.

Nach wie vor würde die Spreizung zwischen Fett- und Magermilchpreis sowie die Unsicherheiten bei den Brexit-Verhandlungen den Milchwirten große Sorge bereiten. Auch das Ergebnis der Europawahlen spiele für die Zukunft der Agrarwirtschaft eine wichtige Rolle.

Der VBPM vertritt seit über 75 Jahren die Interessen von knapp 40 süddeutschen Mitgliedern. Im Freistaat nehmen die privaten Molkereien eine starke Stellung ein, sie verarbeiten knapp 60 % der ca. 9,4 Mio. t/a in Bayern erzeugten Milch.

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Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Rudolf Rößle

Letzte Mitteilung

unserer Molkerei: Preisrücknahmen in den nächsten 3 Monaten, danach neue Verhandlungen.

von Gerd Uken

Da waren dann ja seinesgleichen wieder unter sich

Die Milchlieferordnung wird ja seitens der Molkereien schon angepasst. 6 deutsche Molkereien haben den Umrechnungsfaktor auf 1:1,03 ! Also was muss denn noch verändert werden?? Die Lieferbeziehung des einzelnen!

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