Weihenstephaner Urgestein Premium

40 Jahre lang hat Professor Alois Heißenhuber (70) in Weihenstephan Wirtschaftslehre des Landbaus gelehrt und dabei nie den Draht zu den Landwirten verloren. Womit beschäftigt sich der hochanerkannte Wissenschaftler heute?

Herr Professor Heißenhuber, wie intensiv verfolgen Sie die Entwicklung der Landwirtschaft in Süddeutschland noch?

Heißenhuber: Sehr intensiv, aber nicht nur in Süddeutschland, sondern auch in anderen Ländern. Ich halte noch regelmäßig Vorträge und bin Vorsitzender der Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt. Zudem gehöre ich noch einem wissenschaftlichen Beirat in Süddtirol an.

Unsere Landwirte stehen im Spannungsfeld zwischen internationaler Wettbewerbsfähigkeit und den steigenden Anforderungen der Gesellschaft. Welche Perspektiven haben die Bauern in Süddeutschland?

Heißenhuber: Die ursprüngliche Idee der EU war, dass sich die Landwirte am Weltmarkt ausrichten. Schon seit einigen Jahren setzt sich jedoch die Erkenntnis, dass wir, in Süddeutschland, genauso in Österreich und Südtirol, Strukturen haben, in denen es nur sehr eingeschränkt möglich ist, dieses Weltmarktpreisniveau zu erreichen. Die Folge wäre, wi

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Artikel geschrieben von

Klaus Dorsch

Redaktionsleiter SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Johann Schneider

Großteil der Betriebe

Sind in süddeutschland jetzt schon Nebenerwerbs- und hobbybetriebe.diese werden in Zukunft die vollgasbetriebe unter sich aufteilen.Prof.Heissenhuber war seiner Zeit schon immer um30 Jahre voraus

von Wilhelm Grimm

Professor Heißenhuber hat ein Herz für unseren Beruf und für deren Menschen, das ist gut !

Aber als Vorsitzender der Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt hält sich sein Eintreten für eine Landwirtschaft mit Zukunft in bescheidenden Grenzen und beschränkt sich auf regional durchaus bedeutsame Nischen. Der Großteil unserer Betriebe aber muss sich im internationalen Wettbewerb bewegen. Da hätte ich mir von der Kommission Landwirtschaft im Umweltbundesamt Hilfe und keinen Widerstand gegen eine international aufgestellte Landwirtschaft gewünscht.

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