Interview

„Wir brauchen praxisnahe Lösungen für den Bau von Güllebehältern“ Premium

Viele Landwirte müssen Güllegruben bauen. Doch dem stehen neue Auflagen zur Leckageerkennung im Wege. Walter Nussel, Beauftragter für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung, kritisiert die Regelung scharf und fordert Nachbesserungen.

Seitdem die Anlagenverordnung für wassergefährdende Stoffe (AwSV) in Kraft ist, ist es für Landwirte vielerorts fast unmöglich, einen Güllebehälter genehmigt zu bekommen. Warum?

Nussel: Im August 2018 wurde die Technische Regel wassergefährdende Stoffe 792 (TRwS 792) veröffentlicht, die wegen der AwSV erarbeitet wurde. In dieser TRwS ist ein Beispiel für eine Leckageerkennung skizziert, das unter praktischen Bedingungen in Bayern nicht umsetzbar ist. Anscheinend wollte man ein Rückhaltesystem schaffen. Dieses verursacht aber beim Bau und auch später nur Probleme und bürdet den Landwirten unnötige Zusatzkosten auf.

Zusammen mit der Praxis wurde jetzt eine umsetzbare und vom Umweltministerium anerkannte Alternative entwickelt. Diese ist auf der ...

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Seit dem 18. April 2017 ist die bundesweit gültige Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) und seit dem 26.5.2017 die Düngeverordnung (DüV) geltendes Recht. Die ...

Bullenmäster im Fokus

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Artikel geschrieben von

Klaus Dorsch

Redaktionsleiter SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Yvonne Richter

Gülleaufbereitung der bessere Weg-Wasser raus-Nährstoffe erhalten

Mit der Erhöhung der Güllelagerkapazitäten wegen der neuen DÜV ist das Problem der Nährstoffüberschüsse (insbes.NPK) und einer zielgerichteten den Vorschriften entsprechenden Düngung mit Wirtschaftsdüngern nicht gelöst, zumal es Regionen gibt, in denen eine extremer Überschuss besteht und dieser jetzt schon in "bedürftige" Regionen kostenintensiv exportiert wird. Dass hierbei im Grunde viel zu viel Wasser durch die Gegend gekarrt wird ist ein gravierendes wirtschaftliches Problem. Komplettaufbereitung vor Ort mit einem transportwürdigen Wirtschaftsdünger(z.B. Granulat oder Pellets) als Endprodukt mit einem hohen Nährstoffwert stellt hier die Alternative dar. Wir sind gern bei der Probemlösung behilflich. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf. www.renewenergyprojekt.de

von Thomas Schaffner

Komisch

Im Belebungsbecken einer Kläranlage sind die Ausscheidungen der Menschen. In den Güllegruben sind die Ausscheidungen unserer Tiere. Ein Belebungsbecken braucht weder Leckageerkennung, noch Sicherheitsfolie. Und vor dem Gesetz sind aber alle gleich?

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