[23.07.2012]
Chiliverkaufsstand auf dem Farmers Market in Santa Fe
Nach unserer scheinbar endlosen Fahrt Richtung Westen erreichen wir schließlich endlich New Mexico und unser nächstes Ziel Santa Fe. Santa Fe ist die älteste Stadt der USA und liegt auf ca. 2000 m über dem Meer. Hinter der Stadt erheben sich die Gipfel der Sangre de Cristo Range, Ausläufer der Rocky Mountains.
Während es hier besonders im Winter so viel Niederschlag gibt, dass sich diese Region zu einer bekannten Wintersportregion entwickelt hat, ist das Klima in Santa Fe sehr trocken. Das liegt vor allem an der Lage Santa Fes. Die Stadt liegt nämlich auf der dem Wind abgewandten Seite der Rocky Mountains. Wir merken, dass wir ständig trinken müssen, die Haut und Schleimhäute schnell austrocknen. An diese Trockenheit muss man sich erst gewöhnen. Landwirtschaft ist hier daher auch nur mit Bewässerung möglich. Im Winter wird es wegen der hohen Lage auch noch ziemlich kalt in Santa Fe.
Alle Häuser sind im berühmten Pueblo-Baustil gebaut, das ist Vorschrift um das besondere Stadtbild zu erhalten. In der Stadt gibt es unzählige Kunstgalerien, Santa Fe ist einer der bedeutendsten Orte der amerikanischen Kunstszene. Ich würde sie als eine kleine Insel der Andersdenkenden mitten in den USA bezeichnen. Hier leben viele "Althippies" und Künstler, aber auch Mitarbeiter der Filmindustrie. Bekannte Schauspieler haben Häuser in den Hügeln hinter Santa Fe. Auch wenn man Hippies und Künstler eher mit wenig Geld assoziiert, darf man sich nicht täuschen - die Althippies arbeiten hier hart und auch die Künstler verdienen sehr gut.
Das Angebot an Biolebensmitteln richtet sich natürlich nach der Nachfrage und die ist hier wegen der besonderen Bevölkerung auch besonders hoch. Was wir bis jetzt in den USA vermisst haben, nämlich eine große Auswahl an Bioprodukten, finden wir hier problemlos. Es gibt hier zahlreiche Bioläden, samstags findet immer ein Bauernmarkt statt, wo Bioprodukte aller Art verkauft werden. Ich habe noch auf keinem Markt derart viele Ziegenmilchprodukte gesehen wir hier auf dem farmers market Santa Fe. Vom Honig, über Wolle, Käse, Brot, Gemüse und vielem mehr, kann man sich hier mit Bioprodukten eindecken, wenn man genug Geld hat. Die Preise sind nämlich, wie auch im Rest der USA saftig. Für die Menschen hier hat aber Lebensqualität und damit auch der Genuss von hochwertigen und biologisch hergestellten Lebensmitteln einen sehr hohen Stellenwert und gehört praktisch zu ihrer Lebensphilosophie. Daher gibt man - ganz anders als der amerikanische Durchschnittsbürger - auch gerne viel Geld für Lebensmittel aus und die Biobauern der Region profitieren davon.
Weitere Eindrücke in der folgenden Fotogalerie:
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