Claas

Bundesforschungsministerin informierte sich über „Farming 4.0“

Bei einem Werksbesuch bei Claas haben die Manager Bundesforschungsministerin Anja Karliczek die Dringlichkeit eines effizienten Internetausbaus auf dem Land erklärt.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus haben sich bei CLAAS über aktuelle Digitalisierungsthemen in der Landwirtschaft informiert. Hermann Lohbeck zeigte im Gespräch auf, wie Elektronik- und Softwareanwendungen die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft verbessern. So kann mit Hilfe eines digital vernetzten Stickstoffsensors die Gabe von Düngemittel hochpräzise an den Nährstoffbedarf der Pflanzen angepasst werden.

Hermann Lohbeck: „Die Landtechnik ist mit ‚Farming 4.0‘ technologisch vorne und will das auch bleiben. Viele ländliche Räume sind jedoch bei der Digitalisierung wegen fehlender Netzabdeckung noch weitgehend abgehängt“.

Große Einigkeit erzielten die Gesprächsteilnehmer mit Blick auf das Ziel, jetzt den weiteren Netzausbau in der Fläche so schnell wie möglich voranzutreiben. Der neue 5G-Standard bietet dabei eine wichtige Perspektive, um in Zukunft das autonome Fahren auch für Landmaschinen zu ermöglichen. Auf CLAAS Seite wurde betont, dass auch ein lokales Roaming - über alle Telekommunikationsanbieter hinweg - die Netzverfügbarkeit deutlich steigern könnte.

Die Bundesministerin informierte sich bei ihrem ersten CLAAS Besuch auch über die Produktionsprozesse im Harsewinkler Stammwerk und absolvierte eine Probefahrt mit dem XERION Traktor auf der hauseigenen Teststrecke.

Politik und Landtechnik im Gespräch (von links nach rechts): Mitglied der CLAAS Konzernleitung für Finanzen Hans Lampert, Sprecher der CLAAS Konzernleitung Hermann Lohbeck, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus, Leiter CLAAS Unternehmenskommunikation Wolfram Eberhardt (Bildquelle: Claas)

So sieht die Einigung zur Düngeverordnung aus

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Die Bundesforschungsministerin auf einem modernen Bauernhof

wäre mir aber genau so lieb.

von Wilhelm Grimm

Nicht so streng ,Herr Nieman.

Auch Frauen dürfen Trecker fahren.

von Klaus Fiederling

Digitale Wunder am Bauernkonto vorbei

„Farming 4.0„ - 5G-Standard flächendeckend und die hieraus resultierenden Konsequenzen; wer schlussendlich braucht das!? Mir fällt hierzu das autonome Fahren von Autos ein, wir Bauern brauchen ganz rational betrachtet diese „spottbillige“ Digitalität modernster Technologien auf unseren Höfen zunächst einmal nicht unbedingt. Wenn man in selbige Bereiche in der nunmehr angedachten Intensität vordringt, wird das die Bauern weit eher sogar negativ tangieren, da die ohnedies aktuell äußerst unbefriedigenden Wetterprognosen darunter leiden werden. - Eine heute vielleicht noch einigermaßen zuverlässige Aussagekraft von maximal 5-6 Tagen halbiert sich sodann? Nur kurz angerissen, ist das Nutzen von Frequenzen problematisch, wenn bereits eine anderweitige Belegung stattgefunden hat... // Beim autonomen Fahren haben sich allerdings jene euphorischen Visionäre die Finger schon heftigst verbrannt und damit so einige Milliarden verspielt, Woche um Woche wird‘s mehr. Ob man den gigantischen Kapitalfraß in diesen Produktionsstätten wohl irgendwann einmal amortisieren kann!? Wie wenig rentierlich eine solche Schlacht um die digitale Vorreiterschaft zu sein scheint, bringt derzeit unser größter Datensammler zum Ausdruck, der seine dahingehenden Aktivitäten erst einmal auf Eis gelegt hat. // Die N-Sensortechnik ist übrigens schön und gut. Es werden Arbeitsbreiten bis zu 36 Meter aktuell bedient was mich zu der berechtigten Frage veranlaßt, ob hierbei wirklich jedes Einzelpflänzchen digital punktgenau versorgt werden kann. - Hüstel! // Die alles entscheidende Frage gerade für uns Bauern ist die nach den schleunigst verfügbaren Langzeitwetterprognosen. Extremwetter werden dato „zeitnah“ dann vorausgesagt, wenn sie bereits an den jeweiligen Hoftoren angekommen sind. // Positiv ist an einem noch ambitionierteren Vorantreiben einer allseitigen Datensammelwut also WAS? Gerade wir Bauern verlieren mittlerweile zunehmend den Überblick, was uns noch gehört. Mit dem Kauf der modernen Technikgigantonomie erwirbt der Bauer lediglich die Nutzungsrechte an der dort eingebauten Software, Eigentümer wird er hiervon nicht und somit wird ihm auch das Recht entzogen, eigenständig individuell bedarfsgerechte Veränderungen vornehmen zu können. Ein nicht selten zwingendes Updaten dieser Software in kurzen zeitlichen Intervallen bringt jene profitable Gelddruckmaschine zum Laufen, an der alle wiederum die Euronen fließbandartig rollen sehen dürfen, nur eben leider an den jeweiligen Bauernkonten vorbei. // Wie filigran „billig“ man mittels ausgeklügeltem Programmieren maßgeblich Einfluß in welche Richtung auch immer ausüben kann, darf am besten u.a. in Wolfsburg nachgefragt werden, ...und ja, wenn‘s brenzlig wird, haben unsere Einkommensmillionäre von alledem wieder einmal keine Ahnung und üben sich gezwungenermaßen in einem extrem bescheidenen Wissenshorizont. - Sollen wir Bauern also erst dann aus einer fatalen Geistesstarre erwachen, wenn bereits das gesamte Bauernumfeld sich an der unbestrittenen Währung unserer Zukunft ENTGELTFREI(!) die eigenen Schatzkammern höchst effizient befüllt hat? Nichts im Leben gibt‘s umsonst, selbst der Tod kostet das Leben. // Veröffentlicht also ehrlicherweise nach Auslesung des jeweiligen Datenspeichers doch einmal die tatsächlichen Auslastungskapazitäten. - Wir Bauern müssten uns sehr ärgern, der Rest würde sich mit einem ignorierenden Schulterzucken nicht wirklich wundern. Hauptsache, die eigene Gelddruckmaschine läuft wie geschmiert...!

von Eckehard Niemann

Wie peinlich...

ist denn dieses Foto, auf dem die Ministerin eine Treckerfahrerin mimt?

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