Netzausbau/Glasfaser

Layjet-Kabelverleger: Straße auf, Kabel rein, Straße zu!

Drei bis fünf Kilometer Kabel kann die Maschine von LAYJET am Tag verlegen, dass schafft kein Bagger. Das Verlegegerät hinter dem Schlepper öffnet die Straße, legt das Kabel in die Tiefe und schließt sie wieder, alles in einem Arbeitsgang.

Beim Glasfaserausbau in Deutschland geht es kaum voran – die Verlegung ist aufwändig und teuer. Das es auch blitzschnell mit einer einzigen Maschine geht, zeigt die Firma LAYJET Micro-Rohr Verlegegesellschaft aus Österreich.

In der Fendt-Kundenzeitschrift „Fendt Focus“ wird die Maschine vorgestellt. Entwickelt haben sie Straßenbauexperten des Landes Steiermark gemeinsam mit der Firma DW-Tech, der TU Graz und der TU Wien. Sie soll eine sanfte Verlegung im Straßenbankett ermöglichen, ohne dabei den Straßenkörper in Mitleidenschaft zu ziehen.

Die LAYJET Technologie ist seit 2017 offiziell im Einsatz und beschleunigt den Verlegeprozess um ein Vielfaches, heißt es in der Zeitschrift weiter. Die Verlegeeinheit besteht aus einem Fendt 936 Vario mit Kabeltrommeln an der Traktorfront sowie der LAYJET Fräse am Heck. Bis zu drei Kilometer Micro-Rohrverbände können pro Tag verlegt werden – und das nahezu ohne Verkehrsbehinderungen. Wo man bisher mit wochenlangen Baustellen, Schmutz und Verkehrsstaus leben musste, hinterlässt der LAYJET Verlege-Trupp nach wenigen Stunden Arbeit eine saubere Baustelle. Selbst asphaltierte Flächen und Einfahrten werden problemlos durchgefräst und sofort danach wieder verschlossen.

In einem Arbeitsgang wird ein Fräsgraben hergestellt, bis zu drei Micro-Rohre verlegt, ein Warnband positioniert und der Graben wieder mit dem davor ausgehobenen Material verschlossen. Unmittelbar nach dem Verlegevorgang erfolgt eine speziell entwickelte, mehrlagige Verdichtung des Grabens. Der komplette Verlegevorgang wird von 4 Kameras aufgezeichnet und von der Kommandozentrale des Traktors aus überwacht.

Bereits jetzt seien die bestehenden drei Fräsen für das Jahr 2019 vollständig ausgebucht. Für die LAYJET Anwendung sei Fachpersonal absolut notwendig, schließlich müssten Rahmenbedingungen wie Bodenverhältnisse, Straßenaufbauten und Routenführungen berücksichtigt werden. Zudem werde die neue Technik auch stetig weiterentwickelt, so dass alle zwei Monate Schulungen für die Mitarbeiter stattfinden, sagt Geschäftsführer Rainer Dunst gegenüber Fendt-Focus.

„Mit unserer LAYJET Methode sind wir im Durchschnitt 10 Mal schneller als mit herkömmlicher Technik“, freut sich Dunst. „Schafft ein Bagger 200 m bis 300 m pro Tag, können wir mit unserer Methode bis zu drei Kilometer täglich verlegen. Sind die Rahmenbedingungen wie Bodenaufbau oder Streckenführung optimal, sind sogar bis zu 5 Kilometer möglich.“ Unerlässlich sei dabei ein stufenloser Schlepper, weil man ganz niedrige Geschwindigkeiten fahren müsse.

Kabelfräse LAYJET (Bildquelle: Fendt Focus Januar 2019)

Kabelfräse LAYJET (Bildquelle: Fendt Focus Januar 2019)

Kabelfräse LAYJET (Bildquelle: Fendt Focus Januar 2019)

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich Vinnemann

Wir schaffen das

Während Minister der Regierung glauben, Internet per moderner Funktechnik nicht bis zur letzten Milchkanne verfügbar machen zu müsen ,haben clevere Konstrukteure längst Möglichkeiten entwickelt um Glasfaser bis zum letzten Einödhof zu verlegen. Wir Bauern solten stolz auf uns sein und auf diese erbärmlichen Stadtmenschen herabschauen , die nix gebacken kriegen.

von Renke Renken

Na, auf geht´s,

dann besteht ja in den entlegendsten Regionen unserer Republik Hoffnung auf schnelles Internet vor 2048, aber wahrscheinlich muß jetzt erst einmal eine Arbeitsgruppe gegründet werden, um zu prüfen, ob dieses Verfahren in D anwendbar ist.

von Frank Groenewold

Läuft gut bis alten Leitungen/Rohre kommen und dann?

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