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Ökolandbau ist eine umweltschonende Form der Landwirtschaft. (Bildquelle: Pixabay)

Unter Ökolandbau versteht man eine alternative Form der Landwirtschaft, die auf eine ressourcenschonende und umweltbewusste Anbauweise beruht. Der Ökolandbau produziert biologische Erzeugnisse und stellt eine wichtige Säule in der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft dar. Ökologischer Landbau ist nach Beschluss der EU-Verordnung vom 22.7.91 ein geschützter Begriff. Ein geschlossener Wirtschaftskreislauf zum Erhalt der Natur und Produktion von gesunder Ernährung ist ein Ziel im Ökolandbau. Dabei spielt der Schutz von Bodenfruchtbarkeit, Gewässer, Artenvielfalt und Tieren eine besonders wichtige Rolle.
Landwirte, die Ökolandbau betreiben, Verarbeiter, Händler ökologischer Lebensmittel sowie ökologische Anbauverbände in Deutschland werden vom Bundesverband „Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft“ (BÖLW) vertreten. Die gesamte Wertschöpfungskette des ökologischen Landbaus wird von der Bundesregierung unterstützt. Das BMEL hat 2015 die „Zukunftsstrategie ökologischer Landbau“ initiiert, diese orientiert sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. Das Ziel ist es, Rahmenbedingungen für 20 % Ökolandbau in Deutschland zu schaffen. 

Die Begriffe „öko“ und „bio“ sind gesetzlich geschützt

Im Ökolandbau werden biologische Erzeugnisse nach ökologischen Richtlinien produziert, diese sind in der EU-Öko-Verordnung festgelegt. Dabei schafft das Biosiegel eine Grundlage zur Kennzeichnung und damit zur Transparenz. Lebensmittel mit einem Biosiegel müssen die Angabe der Öko-Kontrollstelle vorweisen und darf nur damit deklariert werden, wenn 95 % der Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau stammen.
Ein weiterer Grundsatz im Ökolandbau ist der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Stickstoffdünger. Die alternative landwirtschaftliche Anbauweise leistet damit einen Beitrag zur Umwelt: Bodenfruchtbarkeit und Fruchtfolge bleiben erhalten und das Tierwohl wird gefördert. Außerdem werden Nährstoffeinträge im Grund- und Oberflächenwasser reduziert. 
In Deutschland lässt sich ein Trend erkennen, dass die Zahl der bewirtschaften ökologischen Betrieben und somit auch die landwirtschaftliche Fläche für den Ökolandbau in den letzten Jahren zugenommen haben. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche beträgt 6,5 % von der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Das entspricht einer Fläche von fast 1,2 Millionen Hektar.
Der Bio-Dachverband BÖLW fordert von der Politik finanziell in den Ökolandbau zu investieren. Der Ökolandbau sei eine gute Chance, um die Existenz der deutschen Landwirte zu stärken, ist die Meinung des Vorsitzenden des Spitzenverbandes BÖLW.

Die neusten Meldungen über den Ökolandbau erfahren Sie hier auf top agrar:

Beim Berufswettbewerb Ökologischer Landbau werden erfolgreiche und innovative Konzepte aus dem Ökolandbau gesucht.