Fairer Handel

Südfrüchte machen am Gesamtumsatz mit einem Anteil von 11 % im Fairen Handel aus. (Bildquelle: pixabay)

Der Faire Handel schafft Transparenz bei Verbrauchern in Bezug auf fair gehandelte Produkte oder Produktbestandteile. Das Ziel ist es die Existenz von Kleinbauern und Arbeitnehmer in Entwicklungsländern zu sichern, damit sie die Chance haben Potentiale zu entfalten und ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten zu können. Begonnen hat der Faire Handel in den 1960er Jahren. In dieser Zeit gab es die erste Fair-Handel-Bewegung. Der Faire Handel ist ein kontrollierter Handel, der dafür sorgt, dass Erzeuger einen gerechten Lohn für ihre Produkte von den jeweiligen Fair-Trade-Organisationen erhalten. Damit haben Erzeuger stets ein sicheres Einkommen gegenüber Erzeuger im herkömmlichen Handel. Fairer Handel sichert somit die Existenz von 1,5 Millionen Landwirte.

Der Begriff Fairer Handel oder fair gehandelt ist gesetzlich nicht geschützt. Produkte, die Fairer Handel signalisieren, lassen sich durch Marken anerkannter Fair-Handels-Importeure wie gepa, an dem Label der World Fair Trade Organization (WFTO) und an einigen Verkaufsstätte wie Welt- und Naturkostläden erkennen. Das Fairtrade-Siegel ist ebenfalls ein seriöses Indiz für faire Produkte. Die Deklarierung mit dem Fairtrade-Siegel geht einher mit zertifizierten Standards und unabhängigen Prüfungen.

Die fair gehandelten Produkte machen einen Umsatz von ca. 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2016 aus. Im Vergleich lag der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland im Jahr 2016 bei ca. 153 Milliarden Euro (EHI Retail Institute). Das Fairtrade-Produktsiegel macht dabei den größten Anteil an Umsatz aus. Das fair gehandelte Produkt, das anteilig den meisten Umsatz erzielt, ist Kaffee.

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