Kommentar

Özdemir hat eine Chance verdient

Die erste Euphorie darüber, dass der Branche mit Cem Özdemir ein Hardliner wie Anton Hofreiter als Agrarminister erspart blieb, ist kaum verflogen. Da kehrt auch schon die erste Ernüchterung ein: Fachfremd und nur ins Amt getragen durch ein starkes Erststimmenergebnis und die Macht des Realo Flügels, hadert mancher mit dem neuen Hausherrn im BMEL. Der bezeichnet sich selbst als „anatolischen Schwaben“ und ernährt sich auch noch vegetarisch.

Zur Wahrheit gehört aber, dass ein Minister nicht Horst heißen oder Fleisch essen muss, um zu verstehen, dass die Landwirtinnen und Landwirte Respekt für ihre tägliche Arbeit verdienen. Wichtig ist vielmehr, dass er die...