Der Herr der Honigbienen Plus

Imker Ansgar Westerhoff führt mit etwa 5000 Bienenvölkern Deutschlands größte Imkerei. Für seinen Honig hat er eine Nische entdeckt.

Wer auf das Gelände der Imkerei Westerhoff im brandenburgischen Worin fährt, hört das Summen tausender Bienen. Auf dem rund 2 ha großen Betriebsgelände ist ordentlich was los: Hoflader fahren umher, in der Werkstatt reparieren Mitarbeiter alte Bienenkästen und etwas abseits hinter den Gebäuden kümmern sich Imker in voller Montur um die Bienennachzucht.

Hobby zum Beruf gemacht:

Der Imker Ansgar Westerhoff hat bereits mit 17 Jahren – inspiriert von einem Nachbarn – als Hobby mit der Imkerei angefangen. Zu Beginn seines Studiums hatte er zusammen mit Freunden schon über 30 Bienenvölker. Die Bienenhaltung baute er nach dem Studium der Bienenkunde zunächst in Göttingen (Niedersachsen) weiter aus. Weil auf dem dortigen Gelände der Platz nicht mehr reichte, zog er vor 13 Jahren auf den heutigen Standort. Hier hat Westerhoff nun um die 5000 Bienenvölker und alles, was er für die Honigproduktion und -vermarktung benötigt. „So stark wachsen konnten wir nur, weil die Nachfrage nach deutschem Honig – speziell nach Biohonig – enorm gestiegen ist“, erklärt er. Die Selbstversorgung liegt in Deutschland nur bei 20%.

Den Niedrigpreissektor – so Ansgar Westerhoff – bedienen die deutschen Imker nicht. Das liegt an der intensiven Betreuung der Bienen, die im dicht besiedelten Deutschland sehr viel aufwändiger ist, als in anderen Ländern wie Brasilien oder Mexiko. Um den Absatz seines Honigs sorgt sich der Imker trotzdem nicht.

Tonnenweise Honig:

Rund 220 t Honig produzierten Westerhoffs Bienen im letzten Jahr. „In guten Jahren, wenn Temperatur und Niederschlag stimmen, lässt sich die Menge noch steigern. In schlechten Jahren, wenn z.B. die Varroamilbe stark zuschlägt, kann es aber auch deutlich weniger sein“, sagt Westerhoff. Mit der Menge im letzten Jahr ist der Imker zufrieden.

Viel weniger als 200 t sollten es jedoch vor allem wegen der hohen Personalkosten nicht sein. In der Saison beschäftigt er mehr als 30 Mitarbeiter, davon arbeiten rund 20 in Vollzeit. Allein das zeigt, wie arbeitsintensiv die Imkerei ist. Vor allem die Betreuung der Bienenvölker ist viel Handarbeit.

In den Schwärmzeiten, wenn die Größe der Völker stark wächst, müssen Westerhoff und seine Mitarbeiter jedes Volk einmal in der Woche kontrollieren. Denn: Haben die Bienen zu wenig Platz, teilt sich das Volk und ein Teil schwärmt aus, um...


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