Empfehlungen für Standorte mit Ackerfuchsschwanz Plus

Falsches Saatbett, Striegeln, Atlantis auch im Herbst – was ist die Lösung gegen das Ungras?

Auf milderen Lehmstandorten kommt Ackerfuchsschwanz vor, der sich zumeist aber gut kontrollieren lässt. Dies liegt neben den Bodenverhältnissen oft auch daran, dass auf diesen Standorten über Jahre auch Blattfrüchte in der Fruchtfolge stehen.

Geeignete Herbizide oder Mischungen für Ihre Fläche

Ein Einsatz eines flufenacethaltigen Produkts wie Herold SC, eingesetzt im Vorauflauf, schaltet die Ungräser auf milden Standorten meist vollständig aus. Um auch Kamille nachhaltig zu erfassen, haben sich auf undrainierten Flächen Kombinationen mit z.B. Lentipur 700 bewährt (beachten Sie dabei die Sortenverträglichkeit bei Winterweizen). Mit den Solo-Flufenacetpräparaten wie Sunfire, Vulcanus, Cadou SC und Fence kann man den Unkrautpartner flexibel in Art und Menge wählen (siehe Übersicht 3).

Trinity hat von den CTU-Präparaten den Vorteil, dass es sich in allen Kulturen und auch auf drainierten Flächen nutzen lässt. Eine mögliche Mischung ist dann 0,48 l/ha Sunfire + 1,5 bis 2,0 l je ha Trinity. Eine Kombination aus 0,48 l/ha Sunfire + 4,0 l/ha Jura bietet noch etwas mehr Potenzial bei der Gräserbekämpfung. Vergleichbar können Sie den Boxer Cadou SC Pack nutzen, der sich bis auf den länderspezifischen Abstand zum Gewässer anwenden lässt.

Setzen Sie die beiden zuletzt genannten Kombinationen aus Verträglichkeitsgründen eher in Weizen und Triticale ein. Gerste kann stärker aufhellen und für den Roggen ist die Flufenacetmenge zu hoch. Diese sollte man in Roggen auf 125 g/ha reduzieren.

Für eine gute Wirkung von Flufenacet sind feuchte Böden und Niederschläge von gut 10 mm nach der Anwendung ideal. Doch so passend fällt der Regen nur selten. In der Vergangenheit hat sich allerdings gezeigt, dass es auch bei relativ trockenen Bedingungen sinnvoll ist, den frühen Anwendungstermin (bis 3 Tage nach der Saat) zu wählen. Zumindest dann, wenn der Boden noch aufsteigende Restfeuchte hat bzw. Feuchtigkeit über Tau auf den Boden gelangt. Im Herbst 2018 war aber selbst das vielerorts nicht erfüllt.

Bei völlig ausgetrockneten Böden, Temperaturen oberhalb von 20°C und Hochdruckeinfluss ist es nicht sinnvoll, Bodenherbizide zu nutzen. Dann stellt sich die Frage nach dem Einsatz eines Striegels. ▶

Striegeln gegen Ackerfuchsschwanz?

Unter den Bedingungen von 2018 wurde das Striegeln an fünf Standorten auf verschiedenen Böden ausprobiert. Die Saat lag ausreichend tief auf etwa 4 cm, sodass ein flacher Blindstriegelgang möglich war.

Die Ergebnisse: An einem der fünf Standorte ließ sich der Fuchsschwanzbesatz um 30% durch das Blindstriegeln reduzieren. An den übrigen war es so trocken, dass in den oberen 2 cm kein Fuchsschwanz keimte. An einem sechsten Standort erfolgte der Einsatz des Striegels im Nachauflauf zu EC 21 des Getreides. Bei wunderbarer, feinkrümeliger Bodenstruktur konnte auf dem tonigen Boden ein Wirkungsgrad von 40 % erreicht werden.

Fazit daraus: Man wird zwar selten auf eine anschließende Herbizidmaßnahme verzichten können. Eine Reduktion der Fuchsschwanzpflanzen um 40 % senkt aber auch das Risiko, auf resistente Pflanzen zu treffen, um 40 %. Bei mehrmaligem...

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