Getreidedüngung – so finden Sie den Anschluss Plus

Der ausbleibende Frost und der anhaltende Regen haben in vielen Regionen die Andüngung der Getreidebestände verzögert. Dennoch ist es sinnvoll, die Folgegaben bereits zu planen.

Wegen des milden Winters mit ununterbrochenem Wachstum bildeten viele Bestände ausreichend Bestockungstriebe aus. Allerdings führen die anhaltenden Niederschläge, insbesondere auf staunassen Böden, zu einer schlechteren Wurzelbildung und verhinderten Anfang März vielerorts eine frühe Andüngung.

Bislang haben aber kaum Bestände negativ darauf reagiert. Um für die anschließende Schossergabe den optimalen Termin zu finden, bedarf es Fingerspitzengefühl. Das gilt umso mehr, weil infolge des Klimawandels die Wachstumsphasen im Frühjahr immer länger werden. Damit nehmen die Gefahren durch Lager und Krankheiten zu.

Entscheidungshilfen nutzen

Die Schossergabe sichert eine ausreichende Bekörnung. Zudem bestimmen Zeitpunkt und Höhe der Gabe, wie viele Triebe tatsächlich eine Ähre bilden. Viele Landwirte führen die Schossergabe zu früh durch, aus Angst, zu spät zu kommen. Das ist jedoch ineffizient und führt bei hohen Bestandesdichten zu Ertragsverlusten. Besonders in trockenen Jahren fällt dann das TKG stark ab. Darüber hinaus fördert eine zu frühe Gabe Lager und Blattkrankheiten wie Mehltau.

Um die tatsächliche Versorgung der Pflanzen zu ermitteln, können verschiedene Entscheidungshilfen helfen. Eine praktikable Lösung sind Düngefenster, in denen die Andüngung um 30 bis 50% reduziert wird. Bewährt hat sich auch die Nitratanalyse. Wöchentliche Messungen geben Aufschluss über die Nitratversorgung der Bestände. Eine Düngung erfolgt bei Nitratgehalten unter 500 bis 600 ppm. Bei optimalen Wachstumsbedingungen kann auch der N-Tester helfen, die Schossergabe termingerecht zu platzieren.

Wintergerste mag es früh

Die vergangenen Jahren haben gezeigt, dass es sinnvoll ist, Wintergerste früh nachzudüngen, weil sie von allen Getreidearten die schnellste Entwicklung vollzieht. Nach einer Andüngung zu Vegetationsbeginn (Mitte März) von 50 bis 60 kg N/ha sollte...


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