Kläranlagen – neue Studie entlastet Landwirtschaft

Bei der Beurteilung der Phosphatbelastung von Fließgewässern wurden in bisherigen Studien unzutreffende Ansätze verwendet. Eine neue Studie weist Kläranlagen als Hauptverursacher aus.

Das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES) hat in der vom saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz beauftragten Studie umfangreiche Messdaten verknüpft. Diese stammen von der Arbeitsgruppe Gewässermonitoring der Universität des Saarlandes und des Landesamts für Umwelt mit Abwasserdaten des Entsorgungsverbandes Saar. Die Daten beziehen sich auf das Einzugsgebiet der Theel. An dem 25 km langen Bach liegen insgesamt fünf mittelgroße Kläranlagen, die ihre Abwässer dort einleiten.

Die Verfasser der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die zu hohen Konzentrationen an biologisch verfügbarem Phosphor weitgehend auf die unzureichende Reinigung der kommunalen Abwässer zurückzuführen sind. Die Landwirtschaft habe nur eine geringe Bedeutung. Frühere Studien zur Theel, aber auch viele andere Studien zu Fließgewässern, sahen bisher auf Basis von Modellrechnungen die Landwirtschaft als wichtigen Verursacher. Jedoch basieren diese auf methodisch falschen Annahmen, wenn es um die biologische Wirkung in Fließgewässern geht.

Falsche Annahmen – falsche Ergebnisse

Zum einen wird häufig nur mit dem Parameter Gesamtphosphor gearbeitet und nicht das bioverfügbare Orthophosphat betrachtet. Allerdings hat nur letzteres einen gravierenden...

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