Forschung

Mehr Phytohormone, mehr Chancen

Neben den fünf klassischen Phytohormongruppen werden heute mindestens vier weitere Gruppen in die Klasse der Phytohormone eingestuft. Ihre Erforschung kann helfen, die Stresstoleranz, Krankheitsresistenz, Nährstoffeffizienz und das Pflanzenwachstum gezielt zu verbessern.

Von den Strigolactonen sind zurzeit ca. 25 Verbindungen bekannt. Sie werden in den Wurzeln gebildet und sind an folgenden Prozessen beteiligt:

  • Hemmung von Knospenaustrieb (Bestockung, Seitenverzweigung),
  • Wurzelbildung (Länge, Verzweigung, Wurzelhaarbildung) und
  • bessere Nährstofferschließung (insbesondere Phosphor).

Als Wurzelausscheidungen interagieren sie zwischen Wurzeln und anderen nützlichen Bodenpilzen und -bakterien (z.B. Mykorrhizierung, N-Fixierung durch Rhizobien) und wirken auf pflanzenschädigende Pilzgesellschaften im Boden, wie z.B. Epicoccum, Penicillium, Mycosphaerella, Fusarium und...