Ohne Glyphosat wird’s teuer Plus

In der öffentlichen Diskussion steht Glyphosat am Pranger. Über den Nutzen redet dagegen niemand. Welche Folgen der Wegfall hätte, hat die Uni Göttingen untersucht.

Im Ringen um die Wiederzulassung von Glyphosat blenden Kritiker die Bedeutung des Wirkstoffs für die Landwirte aus. Deshalb haben wir vom Arbeitsbereich für Betriebswirtschaftslehre eine ökonomische Bewertung durchgeführt. Die Kosten für Anpassungen eines Anbausystems an einen möglichen Verzicht lassen sich durch den Rückgang der direkt- und arbeitserledigungskostenfreien Leistung pro ha und Jahr (DAL) ausdrücken. Betrachtet haben wir die zwei folgenden Wirtschaftsweisen:

  • Betriebe, die regelmäßig pflügen und nur teilweise Mulchsaat betreiben.
  • Betriebe, die den Boden konservierend bearbeiten und vollständig auf den Pflug verzichten.

Weil sich die Frage nach der wirtschaftlichen Bedeutung von Glyphosat nicht pauschal beantworten lässt, haben wir günstige und ungünstige Bedingungen simuliert. Besser anpassen können sich Betriebe auf guten Ackerbaustandorten bei optimaler Witterung und wenig resistenten Unkräutern. Auf schwer zu bearbeitenden Flächen mit hohen Tongehalten ist es schwieriger, auf diesen Wirkstoff zu verzichten. Das gilt vor allem bei ungünstiger, eher feuchter Witterung und wenn viele resistente Unkräuter auftreten. Generell haben Pflug- und Mulchsaatbetriebe im Falle eines Verbots von Glyphosat drei Möglichkeiten, um sich anzupassen:

Wer regelmäßig pflügt, benötigt bereits heute wesentlich weniger Glyphosat als ein Mulchsaatbetrieb. Weil das Ertragsniveau der Kulturen ohne Glyphosat in etwa gleich bleibt, wären die Umstellungskosten überschaubar.

Der Wegfall von Vorerntebehandlungen würde auf Teilflächen die Erträge mindern. Zudem könnten zusätzliche Trocknungskosten anfallen. Darüber hinaus ist mit höheren Arbeitserledigungs- und Maschinenkosten sowie einem leicht erhöhten Einsatz von selektiv wirkenden Herbiziden zu rechnen. In der Fruchtfolge Raps/Weizen/Gerste...

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