Potenziale der Zwischenfrüchte richtig nutzen

Betriebsstruktur und Standort definieren die Ansprüche an die Zwischenfrüchte. Intelligent kombiniert, können sie einen wertvollen Beitrag zur Nährstoffversorgung und Bodenfruchtbarkeit leisten.

Zwischenfrüchte haben in ihrem Anbauumfang in den letzten Jahren stetig zugenommen und sind in vielen Fruchtfolgen mittlerweile fest etabliert. Neben den abfrierenden Zwischenfrüchten haben auch zunehmend winterharte Arten einen Platz in der Anbauplanung gefunden. Dabei stehen Zwischenfrüchte insbesondere vor Mais und Zuckerrübe. Aber auch vor Körnerleguminosen finden immer häufiger speziell abgestimmte Zwischenfruchtmischungen ihren Einsatz. Hinzu kommen rechtliche Auflagen, z.B. durch die Düngeverordnung, die in gewissen Situationen zum Anbau verpflichten.

In jedem Fall bringt der Zwischenfruchtanbau ackerbauliche Vorzüge mit sich, was viele Landwirte gerade bei steigenden Energiepreisen zu schätzen wissen. Jedoch werden die Leistungen der Zwischenfrucht auf Bodenfruchtbarkeit und Nährstoffakkumulation sowie Nährstoffmobilisierung oft noch nicht vollumfänglich genutzt. Hier bietet sich Raum für betriebsindividuelle und standortspezifische Optimierungsmöglichkeiten.

Die Übersicht 1 gibt einen Überblick über die möglichen Formen des Zwischenfruchtanbaus. Sie stellt die Einsatzbereiche sowie mögliche Potenziale verschiedener Strategien auf ober- und unterirdische Biomasse dar.

Welche Strategie passt zu mir?

Wie der Einbau von Zwischenfrüchten in die Fruchtfolge gelingt und welche Effekte, Chancen und Risiken die möglichen Konstellationen bringen, zeigen die nachfolgenden Beispiele. Dabei handelt es sich um drei ökologisch wirtschaftende Betriebstypen, auf unterschiedlichen Standorten. Nehmen Sie diese Beispiele als Anregung, um selbst Ihr betriebsindividuelles Zwischenfruchtkonzept zu planen. Es gibt hier kein Patentrezept – Ihr Betrieb und Ihr Standort geben die Anforderungen und Rahmenbedingungen vor!

Ein wichtiger Hinweis noch vorab: Beachten Sie immer die länderspezifischen Regeln zum Anbau und Umbruch von Zwischenfrüchten, insbesondere durch die Auflagen von Düngeverordnung und gemeinsamer Agrarpolitik (GAP). Informieren Sie sich bei den örtlichen Behörden und Kammern beziehungsweise bei ihrer regionalen Beratung, bevor Sie betriebsindividuelle Anbau- und Umbruchstrategien entwickeln.

Anbaubeispiel

Futterbaubetrieb

Im ersten Beispiel wirtschaftet ein Futterbaubetrieb mit Rinderhaltung und fünfgliedriger Fruchtfolge auf lehmigem Boden bei einem Jahresniederschlag von 800 bis 1000 mm. Der Fokus im Zwischenfruchtanbau liegt auf der Futtergewinnung, Stickstofffixierung, Unkrautregulierung sowie Nährstoffkonservierung von organischen Düngern und überschüssigen Restnährstoffen.

Die Strategie: Nach der Stoppelbearbeitung des Weizens wird das winterharte...

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