Saubere Rüben – so geht’s Plus

Wegfallende Wirkstoffe erfordern kluge Strategien. Wichtig ist, die Spritzfolgen an die Leitunkräuter der Fläche anzupassen und den optimalen Behandlungstermin zu treffen.

Die Herausforderungen beim Herbizideinsatz in Rüben wachsen. Es gilt, die Aufwandmengen bei engerer Wirkstoffpalette optimal an die Witterung anzupassen. Zudem müssen Sie auf die Verträglichkeit der Mischungen achten und dabei die Kosten der Behandlung im Griff behalten – das erfordert ausgeklügelte Strategien.

Keine Resistenzen riskieren!

Einen starken Besatz von Altunkräutern können Sie vor dem Auflaufen der Rüben mit Glyphosat beseitigen. Zweikeimblättrige Unkräuter lassen sich nach wie vor am besten im Nachauflauf per Splitting (NAK1, 2 und 3) bekämpfen. Der jeweilige Spritzstart sollte so erfolgen, dass die auflaufenden Unkräuter das Keim- bzw. erste Laubblattstadium nicht überwachsen haben. Gegen Problemunkräuter wie Ausfallraps oder Hundspetersilie kann allerdings ein früherer Einsatz im Vorauflauf oder in den Auflauf der Unkräuter erforderlich sein.

Der Abstand zwischen den Spritzungen sollte je nach Witterung bei 7 bis 12 Tagen liegen. Entwachsen die Unkräuter den frühen Stadien, sind sie mit rübenschonenden Aufwandmengen oft nicht mehr ausreichend zu bekämpfen.

Für die neue Saison stehen sechs Produkte als Basismischung und das neue Debut DuoActive als weitere Komponente mit Bodenwirkung zur Verfügung. Die enthaltenen Wirkstoffmengen entnehmen Sie der Übersicht 1. Kombinationen mit weiteren Wirkstoffen ermöglichen es in diesem Jahr noch, zunehmenden Resistenzen von Unkräutern entgegenzuwirken.

In Fruchtfolgen mit Mais oder Kartoffeln werden allerdings oft dieselben Wirkstoffgruppen eingesetzt. In diesen Fällen kann sich eine Herbizidresistenz von Gänsefuß und Melde gegenüber dem Wirkstoff Metamitron unbemerkt entwickelt haben. Verständigen Sie im Verdachtsfall die Beratung vor Ort.

Strategien abhängig von den Leitunkräutern

Empfehlungen zu Spritzfolgen bei unterschiedlicher Leitverunkrautung finden Sie in Übersicht 2 auf Seite 60. Die Kombinationen aus Fertigmischungen wie Belvedere Extra/Duo, Betanal maxxPro/Expert oder Betasana Trio mit einem Metamitron-haltigen Partner und einem Additiv erfassen die meisten Standardverunkrautungen sicher. So bekämpfen sie Gänsefuß, Vogelmiere, etwas Kamille und Klettenlabkraut sowie wenig Knöterich (ohne Spätverunkrautung) auch bei wechselhaftem Wetter.

Treten aber auch hartnäckigere Arten auf, kommt man um spezielle Mischpartner nicht umher. Sind z.B. Bingelkraut oder Ausfallraps bereits zur NAK1 weit...

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