Interview

„Schließung von Zuckerfabriken schockiert Rübenanbauer“ Premium

Mit Schleppern demonstrierten Rübenanbauer gegen Werksschließungen – doch vergebens. Über die Gründe sprach top agrar mit Dr. Thomas Kirchberg, Mitglied des Vorstandes der Südzucker AG.

Am 25. Februar entschied der Aufsichtsrat der Südzucker AG, die Zuckerfabriken Warburg und Brottewitz zu schließen. Was sind die Gründe dafür und warum trifft es diese Werke?

Kirchberg: Der anhaltend niedrige Weltmarktpreis für Zucker und das in Folge historisch niedrige europäische Preisniveau führen zu Verlusten in unserem Segment Zucker. Um diese Verluste zu begrenzen, haben wir uns entschieden, das Produktionsvolumen innerhalb der Südzucker-Gruppe um rund 700000 t Zucker pro Jahr zu senken. Die Entscheidung über die daraus resultierenden Werksschließungen wurde unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien getroffen, unter anderem Produktionskosten, notwendige ausstehende Investitionen, steigende Energiekosten – auch angesichts des anstehenden Braunkohleausstiegs – sowie Standort- und Wettbewerbsbedingungen. Jedoch dienen die Schließungen der Werke Brottewitz und Warburg und der zwei französischen sowie dem polnischen Standort nicht der Gewinnmaximierung, sondern lediglich der Schadensbegrenzung. Auch nach diesen Anpassungen werden uns die starken Preisschwankungen an den globalen Zuckermärkten und in der EU weiter fordern.

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