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Strategie für Ihre Gerste Premium

Die meisten Gerstenbestände haben sich gut entwickelt. Allerdings traten Anfang März insbesondere auf schwereren Böden stärkere Vergilbungen durch den bodenbürtigen Gelbmosaikvirus Typ 2 und/oder stärkeren Befall mit Mehltau und Netzflecken auf. ▶ Inwieweit sich dieser Ausgangsbefall ausweitet, bestimmt der weitere Witterungsverlauf.

Blattbehandlung – auf Wirkstoffwechsel achten

Die Blattbehandlungen in der Phase von EC 31 bis 34 verhindern einen vorzeitigen Befallsaufbau an Krankheiten. Richten Sie die Intensität dieser Anwendung am Ausgangsbefall und den Infektionsbedingungen (Witterung) aus.

Sind Ihre Bestände absolut sauber, können Sie auf eine frühe Blattbehandlung verzichten. In diesen Fällen beschränkt sich die erste Maßnahme in der Gerste auf den Einsatz von Wachstumsreglern. Kombinationen mit Spurennährstoffen wie 5 kg/ha Epso Combitop bringen über eine Vitalisierung der Bestände oft wirtschaftliche Mehrerträge.

Falls ein Fungizideinsatz erforderlich ist, gilt es, bereits zur ersten Behandlung die Gesamtstrategie zu planen. Wegen der in Gerste wirklich kritischen Resistenzsituation sollten Sie unbedingt auf einen Wirkstoffwechsel achten. Setzen Sie Prothioconazol nur einmal in der Gesamtstrategie ein – in der Regel am effektivsten zur Abschlussbehandlung. Nur wenn Rhynchosporium mit starkem Befall vorkommt, müssen Prothioconazol-haltige Produkte auch im frühen Blattbereich Verwendung finden.

Anders als in den Vorjahren lässt sich Input Classic daher nicht mehr uneingeschränkt zur ersten Behandlung empfehlen. Als Alternative mit besserer Wirkung gegen Mehltau, Netzflecken und Halmbruch ist „Unix + Gladio“ zu favorisieren (siehe ...

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Artikel geschrieben von

Matthias Bröker

Redakteur Ackerbau/Grünland

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