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Strategien für Windhalmstandorte Premium

Wegen der Resistenzentwicklung reichen gegen Windhalm alleinige Frühjahrsbehandlungen mit Sulfonylharnstoffen nicht mehr aus. Gegenüber Broadway zeigen sich mittlerweile auf knapp 50% der beprobten Windhalmstandorte in Niedersachsen mittlere bis starke Resistenzen gegenüber ALS-Hemmern mit Gräserwirkung. Besonders Standorte, auf denen sich nur noch geringe Wirkungsgrade (bis 40%) erzielen lassen, haben im letzten Jahr deutlich zugenommen. Dies liegt vermutlich an der zunehmenden Target-site-Resistenz gegen ALS-Hemmer. Gegenüber Flufenacet zeigt Windhalm noch keine Anpassung – und damit das so bleibt, sollte jeder höchsten Wert auf ein Resistenzmanagement legen.

Flufenacet – ein Muss!

Der Wirkstoff Flufenacet ist ab dieser Saison erstmals als Einzelkomponente erhältlich – und zwar in den Produkten Fence und Franzi. Um zweikeimblättrige Unkräuter zu erfassen, ist ein Partner erforderlich. Franzi wird zusammen mit Alliance als Franzi-Complett-Pack mit deutlichem Preisvorteil gegenüber den Einzelkomponenten angeboten. Die boden- und blattwirksame Kombination aus Franzi (480 g/l Flufenacet) und Alliance (600 g/l Diflufenican und 60 g/l Metsulfuron-Methyl) erfasst u.a. Ackerfuchsschwanz, Windhalm und alle wichtigen Unkräuter wie Ausfallraps, Ehrenpreis, Hundskerbel, Kamille-Arten, Klatschmohn, Storchschnabel, Vogel-miere sowie Acker-Stiefmütterchen. Infos zu weiteren Packs inklusive Preisen und Gebindegrößen finden Sie in Übersicht 1. Weitere Empfehlungen gegen Windhalm, abhängig von der Situation, entnehmen Sie der Übersicht 2.

Für eine sichere Wirkung der Bodenwirkstoffe müssen die Böden feucht sein. Der Einsatz sollte daher so früh wie möglich (z.B. EC 0 bis 11) erfolgen, am besten vor dem Auflaufen des Getreides – spätestens jedoch, wenn...

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Artikel geschrieben von

Matthias Bröker

Redakteur Ackerbau/Grünland

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