Vergrößern Senf und Ölrettich die Probleme?

Das Rübenkopfälchen (Ditylenchus dipsaci) kann bei Rüben, Roggen, Hafer, Mais, Leguminosen und Zwiebeln erheblichen Schaden anrichten. Bisher ist das Vorkommen z. B. in Baden-Württemberg auf bestimmte, seit langem bekannte Anbaugebiete beschränkt. Betroffen sind vor allem die Landkreise Main-Tauber, Heilbronn, Ludwigsburg und der Enzkreis. In den letzten Jahren wurden wieder verstärkt Schäden an Rüben gemeldet. Auffallend und neu dabei ist, dass immer wieder auch Flächen betroffen sind, auf denen Rübenkopfälchen bislang als Schaderreger unbekannt waren. Der Zwischenfruchtanbau zur biologischen Bekämpfung des Rübenzystenälchens (Heterodera schachtii) mit nematodenresistenten Senf- und Ölrettichsorten unmittelbar vor Rüben ist in vielen Betrieben eine Standardmaßnahme. Praxisversuche angelegt Da Ackersenf als Wirtspflanze von Rübenkopfälchen gilt, sollte im Jahr 2004 in Streifenversuchen auf zwei Standorten (Kleinglattbach bei Vaihingen-Enz und Hohenstadt im Main-Tauber-Kreis) geklärt werden, ob der Zwischenfruchtanbau mit Senf und Ölrettich in der Praxis zur Vermehrung von Rübenkopfälchen beitragen kann und sich die Sorten in der Wirtseignung unterscheiden. Die Versuche wurden in der Hauptvegetationszeit auf Feldern angelegt, auf denen im besonders feuchten Jahr 2002 sehr hohe Ertragsverluste durch Rübenkopfälchen aufgetreten waren. Ausgesät wurden sieben Senfsorten (Hohenheimer, Sirte, Concerta, Maxi, Sirola, Arda, Accent), vier Ölrettichsorten (Adagio, Colonel, Dacapo, Consul), Sareptasenf und als Testpflanze Hafer. Stängelälchen befallen früh Senf und Ölrettich Beim ersten Pflanzenuntersuchungstermin (Mitte Mai) hatten die Senf- und Ölrettichpflanzen eine Wuchshöhe von 20 bis 30 cm erreicht. Auf beiden Standorten waren zu diesem relativ frühen Termin bereits sehr viele Stängelälchen in die Pflanzen eingewandert. Obwohl die Anzahl der eingedrungenen Älchen von Sorte zu Sorte unterschiedlich war, erwiesen sich alle Senf- und Ölrettichsorten mit Ausnahme von Sareptasenf für die Nematoden als attraktiv. Die eingedrungenen Älchen hatten sich bis zum ersten Probenahmetermin bereits zum Großteil zu erwachsenen Tieren weiterentwickelt. Junge Larven waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhanden. Beim zweiten Probenahmetermin Mitte Juli wurden dagegen in den betroffenen Sorten nur noch neu gebildete Larven nachgewiesen. Die Älchen müssen sich demnach in den Pflanzen fortgepflanzt haben. Die Rübenkopfälchen konnten sich auf dem Standort Kleinglattbach in allen Senfsorten und in der Ölrettichsorte Adagio fortpflanzen. Besonders stark...

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