Vertragen sich Grassamen und Gülle? Plus

Eine Güllesaat birgt Risiken, aber die Vorteile überwiegen. Setzt man das Verfahren richtig ein, profitieren die Grassamen sogar von der Gülle.

Unsere Autoren

Benedikt Fleige und Prof. Dr. Harald Laser, Fachhochschule Südwestfalen

Benedikt Fleige und Prof. Dr. Harald Laser, Fachhochschule Südwestfalen

Benedikt Fleige und Prof. Dr. Harald Laser, Fachhochschule Südwestfalen

Wie kann man Lücken in der Grasnarbe einfach, kostengünstig und effizient schließen und gleichzeitig den Züchtungsfortschritt neuer Sorten nutzen? Eine Möglichkeit ist die Nachsaat mit kombinierter Güllegabe. Diese Methode setzen bereits viele Grünlandbetriebe ein, auch Berater empfehlen das Verfahren. Die Vorteile der Güllesaat sind dabei weitgehend unbestritten:

  • Ein kombinierter Arbeitsgang spart mindestens eine Überfahrt und kann zudem die Gefahr von Bodenverdichtungen senken.
  • Bei bereits vorhandener Gülletechnik wie Schleppschuh oder -schlauch sind die zusätzlichen Investitionen gering, im Vergleich zum Kauf spezieller Nachsaattechnik. Die Güllesaat ist somit für kleinere Betriebe, die eine Nachsaat selbst durchführen wollen, erschwinglicher.
  • Führt die Gülledüngung zu Schäden am Gras und damit zu potenziellen Lücken, kann eine Güllesaat dieses unmittelbar beheben.

Gefahr durch Güllesaat?

Trotz dieser Vorteile existieren Vorbehalte. Das Saatgut könnte durch den Kontakt mit der Gülle Schaden nehmen und die Ablage sei ungenau, befürchten Kritiker.

Die Wissenschaft war sich in diesen Punkten bislang uneinig. Einige Untersuchungen bescheinigen, dass Gülle dem Graskeimling nicht schadet. Andere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen hingegen, dass junge Keimlinge in einer Gülleumgebung selbst bei...

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