Interview

Volksbegehren für mehr Arten Plus

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hat mit Bündnispartnern das bayerische Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit – Rettet die Bienen“ initiiert. top agrar hat nachgefragt.

Als Grund für das Volksbegehren geben Sie an, dass es in Bayern einen drastischen Rückgang der Artenvielfalt von Insekten gebe. Auf welchen wissenschaftlichen Studien beruht das?

Agnes Becker: Die Wissenschaft gibt uns beunruhigende Zahlen an die Hand, nicht nur für Insekten. Immer längere Roten Listen belegen dramatische Rückgänge in den letzten 30 bis 40 Jahren: Ein Drittel der Ackerwildkräuter ist massiv vom Aussterben bedroht, über 50% aller Vögel aus Bayern sind verschwunden und bei den Insekten sind die Verluste sogar deutlich höher. Das Leben um uns herum geht verloren. Wir arbeiten mit Daten aus staatlichen Veröffentlichungen, z.B. vom Landesamt für Umweltschutz, der Zoologischen Staatssammlung München und dem Deutschen Bundestag. Alle Zahlen sind transparent.

Mithilfe von 950000 Stimmen wollen Sie den Weg ebnen, um das bayerische Naturschutzgesetz zu ändern. Was sind die Kernelemente der Änderungen?

Agnes Becker: Ein ganzes Bündel von Maßnahmen soll das Naturschutzgesetz verbessern. Die wichtigsten Punkte sind: Bestehende Biotope vernetzen, auf 10% des Grünlands der Landesfläche Bayerns keine Mahd vor dem 15. Juni (aktuell sind es im KULAP ca. 5%), Schutz von Gewässerrandstreifen, die Lichtverschmutzung eindämmen und die Lehre in Sachen Artensterben...


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen