Reportage

Von Komposttee und Speiseöl Plus

Tino Ryll stellt seit 2013 seinen 500 ha-Ackerbaubetrieb in Brandenburg Schritt für Schritt auf regenerative Landwirtschaft um. Er will den idealen Weg für einen zukunftsfähigen Betrieb finden.

Etwa 70 km südlich von Berlin erstreckt sich der Fläming, ein für Brandenburger Verhältnisse hügeliger Landstrich nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Hier bewirtschaftet Tino Ryll einen konventionellen Marktfruchtbetrieb. Neben den klassischen Ackerbaukulturen baut er verschiedene Ölfrüchte wie z.B. Leindotter an, die er selbst verarbeitet und vermarktet.

Schrittweise umstellen

Seit sieben Jahren setzt er nach und nach auf immer mehr seiner Flächen das Konzept der regenerativen Landwirtschaft um – mittlerweile hat er etwa die Hälfte umgestellt. „Vorher stagnierten die Erträge, gleichzeitig wurden die Betriebsmittel teurer. Wir haben also immer mehr Geld ausgegeben, um die gleichen Mengen zu ernten“, erklärt der Landwirt. „Das musste doch auch anders gehen.“

Durch einen Berufskollegen aufmerksam geworden, stieß Ryll 2013 auf einen „Bodenfruchtbarkeitskurs“ von Dietmar Näser. Sein Interesse war geweckt: Er begann, sich online und mit Büchern zu informieren und wagte die ersten Schritte hin zu einem anderen Ackerbau. Folgte bislang z.B. auf eine Blattfrucht drei Jahre lang Getreide, wechseln sich heute Blatt- und Halmfrucht ab. Auch erhöhte Ryll den Anteil an Sommerungen, wodurch sich das Unkraut nun besser in den Griff bekommen...


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