Zwischenfrüchte: Die häufigsten Praxisfragen Plus

Viele Ackerbauern wollen die Vorteile von Zwischenfrüchten noch besser ausnutzen. Sabine Zarnik und Dr. Andreas Butz beantworten die häufigsten Fragen aus der Praxis.

Der Zwischenfruchtanbau ist für die allermeisten Ackerbauern kein Buch mit sieben Siegeln mehr. Nicht nur das Greening hat dafür gesorgt, dass die Anbauflächen steigen. Etliche Praktiker wollen mittlerweile die vielfältigen Vorteile der Zwischenfrüchte – wie etwa die Bindung von Nährstoffen und Wasser, die Verminderung von Erosion, eine bessere Bodenfruchtbarkeit und die Abwehr von Schädlingen – noch stärker ausnutzen. Wie das gehen kann, zeigen die Antworten auf häufige Praktikerfragen.

Was tun, wenn frühe Sommerungen geplant sind?

Wer nach Zwischenfrüchten frühe Sommerungen wie z.B. Zuckerrüben plant, sollte sicher abfrierende Arten wählen. Oder alternativ für Technik sorgen, die mit viel Biomasse klarkommt. Denn die Bestände wachsen bei milden Wintern fleißig weiter. Totalherbizide können erforderlich sein, wenn Arten wie Winterwicke oder Ölrettich viel Biomasse bilden und eine tiefe Bodenbearbeitung z.B. aufgrund der Erosionsgefahr nicht zulässig ist. Von der Aussaat hoher Anteile winterharter Arten ist abzuraten, wenn vor oder in frühen Sommerungen kein Herbizideinsatz zulässig, ausreichend wirksam oder gewünscht ist. Die Winterhärte (Übers. 1) wird von vielen weiteren Faktoren beeinflusst: Bestände mit guter Stickstoffversorgung frieren bei starkem Temperaturabfall ohne Schneedecke schneller ab als abgehärtete Bestände. Zudem ist die Winterhärte innerhalb der Arten stark sortenabhängig.

Wann ist die Aussaat sinnlos?

Zwischen der Vorkultur und der Aussaat der Folgekultur sollten mindestens 50 Vegetationstage mit Tagesdurchschnittstemperaturen über 9°C liegen. In dieser Zeit muss den Pflanzen ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Ist vor der Aussaat der Zwischenfrucht absehbar, dass das nicht der Fall sein wird, sollte man auf Zwischenfrüchte verzichten.

Welche Zwischenfrucht passt zur Hauptfrucht?

Der Handel bietet spezielle Mischungen für bestimmte Fruchtfolgen an. Inwieweit sich durch Wechselwirkungen zwischen den Arten die Gefahr von Schadorganismen minimieren lässt, ist unsicher. Über Resistenzen gegenüber Nematoden und Viren geben die Saatgutanbieter Auskunft (Übersicht 2).

Reinsaat oder Mischung?

Reinsaaten oder Mischungen aus Sorten...

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