Insektenschutz

Über 50.000 Menschen unterstützen Bauer Willis Petition „Gemeinsam für Bienen und Klima“

Über 51.000 Menschen haben Bauer Willis Petition für eine Besteuerung von Flugbenzin, für ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen, für ein Verbot von Mährobotern und Laubbläsern auf Rasenflächen oder für die Umwandlung von einem Drittel der Parkplätze von Einkaufszentren und Supermärkte in Blühflächen unterschrieben.

Die von Bauer Willi am 26. Februar gestartete Petition „Gemeinsam für Bienen und Klima“ ist schon von über 51.000 Menschen unterschrieben worden. Das ist erstaunlich, weil Dr. Willi Kremer-Schillings (alias Bauer Willi) in seiner Petition an das Bundesumweltministerium auch Forderungen aufnimmt, die in der Bevölkerung höchst unpopulär sind. Gefordert wird unter anderem

  • die Besteuerung von Flugbenzin und die Streichung von Inlandsflügen unter 500 km,
  • ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen,
  • eine KW Steuer auf PKW mit mehr als 80 KW,
  • eine Paket-Steuer von 2 €/Paket auf Online-Einkäufe,
  • das Verbot von Mährobotern und Laubbläsern auf Rasenflächen,
  • die Umwandlung von einem Drittel der Parkplätze von Einkaufszentren und Supermärkte in Blühflächen,
  • die drastische Reduzierung des Flächenverbrauchs und
  • die Einführung von Pflichtschulgärten und Zubereitung regionaler Lebensmittel als Unterrichtsfach.

„Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass jeder Bürger etwas für den Artenschutz tun kann, nicht nur die Landwirte“, begründet Bauer Willi im Gespräch mit top agrar online seinen breiten Forderungskatalog. Richtig Dynamik habe die Petition dann ab dem 6. März bekommen. Seitdem unterstützt die Plattform change.org die Petition, weil sie vom Inhalt begeistert sind. „Innerhalb von zwei Tagen ist die Zahl der Unterschriften von 10.000 auf über 51.000 hochgeschnellt. Täglich kommen weitere dazu“, beschreibt der engagierte Landwirt die Entwicklung.

Change.org ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin und nach eigenen Angaben die weltweit größte Kampagnenplattform. „Wir ermöglichen Menschen, die Welt im positiven Sinne zu verändern“, beschreiben die Betreiber von change.org ihr Wirken auf ihrer Plattform. Derzeit nutzten über 6 Millionen Menschen in Deutschland diesen Service. „Dieser große Verteiler, der von change.org über verschiedene digitale Kanäle persönlich angeschrieben wird, ist für hohe Dynamik der Petition verantwortlich“, ist Bauer Willi von der Breitenwirkung der Petition überrascht.

Viele Menschen unterzeichnen die Petition nicht nur, sie kommentieren sie auch positiv. In einem Kommentar heißt es zum Beispiel: Ein sehr wichtiges Anliegen, denn nur die Bauern allein können die Natur nicht retten. Wir alle müssen unseren Teil dazu beitragen. „Das ist genau die Botschaft, die ich mit meiner Petition senden will“, zeigt sich Bauer Willi zufrieden. Ein paar Hass-Mails bekomme er natürlich auch jeden Tag, aber auch die würde er beantworten.

Hier geht es zur Petition

EU verlangt noch weitere Verschärfung der Düngeverordnung

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Artikel geschrieben von

Dr. Ludger Schulze Pals

Chefredakteur top agrar

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Kann man alles unterstützen, denn es trifft nicht nur die Minderheit der Bevölkerung sondern alle und auch nicht so so sehr, dass das Überleben bedroht wäre! Wobei ich mich schon auf die Blühfläche in einer Tiefgarage freue! Manches geht als praktisch nicht.

von Wilhelm Grimm

Nochmal, Herr Bothe,

Ich halte diese Aktion für einen Glücksfall, der ständig wiederholt werden muss.

von Wilhelm Grimm

Warum so negativ ?

Was soll das bringen ? Schaden tut es nicht und kosten auch nichts. Und die Frage nach der Unterschriftsklientel stellt sich bei der bayerischen Volksbekehrung mindestens genauso. Es ist allerdings richtig, dass in Bayern die Politik mit im Wahlkampfboot sitzt, das auf Versöhnungskurs steuert, der die Landwirte ertrinken lässt, aber mit versöhnendem Grabgesang. Ich kann nur hoffen und beten, dass der Bauernverband sich auf diesen infamen Politikertrick nicht einlassen wird. Halb tot ist schmerzhafter als der Tod.

von Christian Bothe

Petition

Auch wenn ich mit einer Petition oder Volksbegehren nix anfangen kann, habe mich ja schon zu 2 Sachen geäußert,weil für mich unsinnig (hat Bauer Willi eigentlich selbst erläutert). Nichtsdestotrotz sind viele aufgezeigte Forderungen richtig. Ob die Gesellschaft das auch so sieht,bezweifle ich allerdings und bin da leider Pessimist. Was soll so etwas bringen? Möchte mal wissen,um welche Unterschriftsklientel es sich da handelt?

von A.-Wolfram Schwarz

Solcherart schafft Bewusstsein...

...für den Verlust an Lebensraum. Noch weitere Forderungen: 1.Anlegen von Blühflächen in Städten. 2.Begrünungspflicht von Flachdächern. 3.Umwandlung von brachliegenden Wohnbau-,Gewerbe- und Industrieflächen in Grünland. 4.Verbot jedweder Düngung nichtlandwirtschaftlich genutzter Flächen. 5.Verbot der Haustierhaltung, wenn keine Fläche nachgewiesen werden kann. Etc. etc....

von Georg Summerer

Noch eine Ergänzung

Es sollten in Krankenhäusern nur erstklassige Nahrungsmittel und die auch noch frisch zubereitet verwendet werden, denn was es da manchmal zu Essen gibt (billigst im Einkauf, mindere Qualität, Tiefkühlmassenfertigprodukte) spottet jeder Beschreibung.

von Gerhard Steffek

Eigentlich witzig -

ausgerechnet Change.org. Ausgerechnet diese Plattform die sich auch nicht zu schade ist gegen Glyphosat nicht nur eine Petition laufen zu lassen und das mit einer verlogenen Polemik die schon an Rufmord und Verleugnung an den Bauern grenzt. Wer sich die Mühe macht und sich die Leute die hinter diesem Verein stecken anschaut, wird feststellen das dort Leute sitzen die mit Landwirtschaft gar nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun haben. Die sind nur daran interessiert Petitionen starten zu können um sich mit der entsprechenden "Unterstützung" der Gutmeinenden ihr Auskommen zu sichern. Aber gut, im Falle dieser Petition hat die Charakterlosigkeit jener Aktionisten ein Gutes, indem man sie auch für sich selber nutzen kann. Auf alle Fälle ist diese Petition besonders von unserer Seite unterstützenswert, wenngleich wahrscheinlich ein jeder irgendetwas weggelassen, oder hinzugefügt hätte. Ich für meinen Teil hätte gefordert das jede öffentliche Kantine, und besonders die in den Ministerien, Regierungen etc. nur noch Bioware anbieten dürfen, denn ich weiß aus eigener Erfahrung das besonders deren Angestellte und Beamten das Volksbegehren unterschrieben haben und auch noch besonders stolz darauf sind. Naja, da bewahrheitet sich das Wort: "Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz". Zugleich zeigt es auch auf das man, wenngleich man studiert hat, saudumm sein kann. Was ja auch die Initiatorin des Volksbegehrens deutlich unter Beweis gestellt hat. Besonders wenn man das Verbot des Walzens nach dem 15. März bedenkt. Das zeigt sich bereits jetzt, können die Bauern im Alpenvorland und im bay. Wald schon gar nicht auf die Felder, da sie noch mit Schnee bedeckt sind. Abgesehen davon, wenn schon die Wiesen nicht gewalzt werden sollten, daß ja eh bei den wenigsten gemacht wird, wie sieht es dann aus mit dem Hacken und Striegeln bei den Biobauern. Leiden da nicht auch die Bodenbrüter? Wenn schon, dann gleiches Unrecht für alle! Aber damit manifestiert sich der Irrsinn dieses Volksbegehrens, dessen Effekthascherei, Populismus, aber auch Unausgegorenheit, daß im Grunde dann doch wieder nur den Bauern das Leben schwer macht und das Bauernsterben nur beschleunigen wird. Wie so oft, gut gemeint ist nicht gut gemacht.

von Rudolf Rößle

Die Richtung

stimmt und ich kenne Freunde und Bekannte die dem Tourismus und der Verbauung unserer Landschaft skeptisch gegenüberstehen. Auch in unserer Gemeinde hat ein Imker die Bevölkerung mit einem Schreiben im Gemeindeblatt zu mehr persönlichem Tun aufgefordert. Blühmischungen werden organisiert und verteilt. Wer sich mit den Produktionsweise von Nahrungsmittel hier und anderswo im Zuge der Medien interessiert beschäftigt, wird in Zukunft unserer heimischen Landwirtschaft wieder einiges Gutes abgewinnen können. Die folgenden Generationen sind auf die richtigen Entscheidungen von heute angewiesen.

von Ottmar Ilchmann

@Bauer Willi

Sehr richtig, manche Kommentatoren und auch viele andere Menschen finden nur das kritikwürdig, was sie selbst nicht betrifft. Das ist sicher auch ein Schwachpunkt des bayrischen Volksbegehrens. Wenn sich aber wirklich etwas ändern soll, sind für alle Einschnitte notwendig, die auch weh tun können. Wichtig ist, dass bei den Volksbegehren, die jetzt wahrscheinlich in anderen Bundesländern folgen werden, die Belange der Landwirtschaft von Anfang an eingebracht werden.

von Willy Toft

In der Bayern- Petition hätte nur drinnen stehen sollen, das......

jeder Bürger in Zukunft auf alle Insektenbekämpfungsmittel und totale Betonwüsten verzichten muss! Dann hätte es nicht so viele Unterschriften gegeben. Es war zu einfach, nur alles von der Landwirtschaft abzufordern!

von Dr. Willi Kremer-Schillings

Schon interessant...

...was die Kommentatoren lieber nicht wollen und andererseits gerne noch in der Petition drin haben wollen. Allen ist klar, dass es ohne Verzicht nicht gehen wird, aber es soll möglichst die eigene Lebenswelt nicht einschränken. So sind übrigens auch die Kommentare und Mails unserer Mitbürger. Klar sind einige Forderungen etwas überzogen, aber die Kritiker der Landwirtschaft arbeiten gerne mit dem gleichen "Stilmittel". Also nicht pingelig sein und Rosinen picken sondern einfach unterschreiben. Es wird eh nicht alles umgesetzt... :-)

von Heinrich Albo

Alles

ausser Tempolimit ,kW Besteuerung Mähroboter.....Hätte den dreifachen realistischen Erfolg gehabt..Trotzdem eine Super Idee.

von Wilhelm Grimm

Nicht so pingelig.

Ich fahre auch gern links. Trotzdem eine Klasse-Aktion

von Matthias Zahn

Bereits weitergeleitet

Ich habs bereits an alle die ich erreichen konnte weitergeleitet. Angesichts 300000 Bauern in D samt Familien und deren Aufschrei wegen dem Volksbegehren sollten doch mindestens 500000 Unterschriften möglich sein. Wenn nicht.......

von Christian Bothe

Petition

Tempolimit und Besteuerung PKW über 80kw sind Unsinn. Alles andere könnte man tun.

von Paul Lieb

Optimiren!

Den Punkt: ein Drittel der Parkplätze von Supermärkten umwandeln in Blühflächen, würde ich streichen und dafür fordern das jeder der einen Rasen hat auch mindestens ein Viertel oder ein Drittel als Blühfläche anlegt und pflegt.

von Ludger Schulze-Pals

Bitte auf das Feld "Hier geht es zur Petition" klicken

Liebe Leser, wenn Sie auf das Feld "Hier geht es zur Petition" klicken, sind Sie direkt bei der Petition auf change.org Schönes Wochenende Ludger Schulze Pals

von Wilhelm Grimm

Das ist ein großer Wurf !

Und ausbaufähig !

von Bernd Müller

Sehr gut!!

Die Petition kann man aber leider auf change.org nicht finden....

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