Eröffnung

Ackerbauzentrum Niedersachsen geht an den Start

Die Landwirtschaft soll mehr Klima-, Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz erfüllen. Wissenschaftliche Unterstützung und kompetente Beratung samt Wissenstransfer liefert nun das neue Ackerbauzentrum.

Am Donnerstag hat Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast auf der Burg Warberg im Landkreis Helmstedt das Ackerbauzentrum des Landes eröffnet. „Die Burg Warberg ist genau der richtige Sitz für unser neues Ackerbauzentrum Niedersachsen“, so die Ministerin vor rund 50 Gästen aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung sowie der Partner des Ackerbauzentrums im Innenhof der Burg.

Das Ackerbauzentrum Niedersachsen soll die zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle für den Ackerbau in Niedersachsen werden, es wird über fünf Jahre mit einem Gesamtvolumen von 1 Mio. € vom Land gefördert. Starten wird das Ackerbauzentrum mit drei Mitarbeitern – einem Geschäftsführer, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter und einer Verwaltungskraft. Projektträger ist das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen e.V. (NAN).

Das Ackerbauzentrum soll der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Ackerbau sein, die Fragen bündeln und mit den Netzwerkpartnern für ganz Niedersachsen aufarbeiten. Das Angebot richtet sich sowohl an Landwirte als auch Verwaltung, Politik und die breite Öffentlichkeit. Ziel ist es, ökologisch nachhaltigere und zugleich ökonomisch tragfähige Produktionsverfahren zu entwickeln, und Alternativen zu der bisherigen Bewirtschaftung aufzuzeigen.

Die künftigen Aufgaben

Volker Hahn, Vorsitzender des Projektträgers, hob hervor, dass es wichtiger denn je sei, Wissen und Austausch zu den vielen Fragestellungen zu bündeln und in das gesamte Land auszustrahlen. "Aktuelle Projekte zu technischen Innovationen, Präzisionsdüngung oder Wissenstransfer zwischen ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben zeigen die große Spannbreite der Themen auf. Mit der Etablierung des Ackerbauzentrums hier in Warberg wird die wirtschaftliche Bedeutung des Ackerbaus für die Region, aber vor allem auch für den vor-und nachgelagerten Bereich in Niedersachsen deutlich gemacht.“

Mit der im März vorgestellten Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie hat Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast bereits konkrete Maßnahmen für die verschiedenen Themenfelder wie Fruchtfolge, Düngung, Pflanzenschutz und Biodiversität aufgezeigt, an deren Umsetzung und Weiterentwicklung das Ackerbauzentrum nun maßgeblich mitarbeiten wird. Das Ackerbauzentrum wird außerdem eng mit dem PraxisLabor Digitaler Ackerbau in Schickelsheim zusammenarbeiten.

Hier werden vom Ministerium mitfinanzierte, hochmoderne Technologien unter betrieblichen Bedingungen eingesetzt und geprüft. Zum Einsatz kommen hier zum Beispiel ein digitaler Analyse-Spaten, der in Echtzeit wichtige Bodenparameter liefert (etwa den Nährstoff- und den Humusgehalt) sowie eine kameragesteuerte Hacke, die nicht nur zwischen den Reihen der gepflanzten Kultur, sondern auch in der Reihe zwischen einzelnen Pflanzen Un- und Beikräuter beseitigt. Die Ergebnisse der Anwendungen werden im Ackerbauzentrum zusammengefasst und bewertet.

Ministerin Otte-Kinast: „Ich möchte, dass die Landwirtschaft die Anforderungen der heutigen Gesellschaft nach mehr Klima-, Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz erfüllt. Das geht nur zusammen mit der Wissenschaft, einer kompetenten Beratung sowie einem fortlaufenden Wissenstransfer. Genau das wird das Ackerbauzentrum leisten!“

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