UNIKA-Versammlung

Aeikens zu Klimawandel: Landwirtschaft kann nicht mit Erleichterungen rechnen

Der Ackerbau muss sich auf weite Fruchtfolgen einstellen. Hier gibt es Nachholbedarf. Das Agrarministerium setzt weiterhin auf freiwillige Maßnahmen der Landwirte. Wenn das aber nicht fruchtet, sei mit einem ordnungsrechtlichen Ansatz zu rechnen, für den es eine „politische Mehrheit“ gebe, so Staatssekretär Aeikens.

Zur Eindämmung des Klimawandels sind zahlreiche Maßnahmen notwendig. Laut Agrar-Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens kann die Landwirtschaft dabei nicht mit Erleichterungen rechnen. „Wir sind gut beraten, zu akzeptieren, dass es den von Menschen induzierten Klimawandel gibt“, sagte Aeikens auf der Mitgliederversammlung der Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) in Berlin.

Der Sektor sei zwar einerseits vom Klimawandel besonders betroffen, trage aber andererseits mit 7 % der Gesamtemissionen zu diesem bei. Nicht nur die Kartoffelbranche müsse sich dabei neuen Anforderungen stellen. Die Agrarministerkonferenz (AMK) im Herbst 2018 habe seinem Haus den Auftrag zur Entwicklung einer Ackerbau- und Grünlandstrategie gegeben. Ein erstes Papier sei bereits fertig und werde noch intern „gesichtet“, berichtete der Staatssekretär.

Der Ackerbau müsse sich auf weite Fruchtfolgen einstellen. „Hier gibt es Nachholbedarf“, so Aeikens. Das Agrarressort werde weiterhin auf freiwillige Maßnahmen der Landwirte setzen. Wenn das aber nicht fruchte, sei mit einem ordnungsrechtlichen Ansatz zu rechnen, für den es eine „politische Mehrheit“ gebe.

Vom Urteil überrascht

Wie Aeikens mit Blick auf die Grüne Gentechnik feststellte, hat das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Einordnung der neuen Züchtungstechniken wie beispielsweise CRISP/Cas alle überrascht. Dieses Urteil sei das Ergebnis einer Diskussion, die in den vergangenen 20 Jahren geführt worden sei, erklärte der Staatssekretär. Währenddessen habe die Wirtschaft Offenheit vermissen lassen. „Jetzt ist der Zug abgefahren“, resümierte der Beamte. Bevor die Bundesregierung einen neuen Vorstoß zum Genome Editing unternehmen werde, müssten sich CDU, CSU und die SPD erst einmal auf eine gemeinsame Linie bei diesem Thema einigen, so Aeikens.

Faire Milch des BDM in finanzieller Schieflage

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Agra Europe (AgE)

Schreiben Sie Agra Europe (AgE) eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Volker Hahn

Ohne Glyphosat

kann er Klimaschutz vergessen. Das gehört dann auch zur Wahrheit mit dazu.

von Werner Buchner

Armutszeugnis einer ehemals eigentums- und landwirtschaftsfreundlichen CDU

Im Vergleich dazu, was uns da erwartet, war die sozialistische Planwirtschaft aller DDR nichts dagegen.

von Egge Mansholt

Warum

muß sich die Landwirtschaft wegen dem Klimawandel ändern? Wie wäre es denn, Ferienbomber, Kreuzfahrtschiffe und Blechlawinen in den Süden mal zu reduzieren? Jeder Hans Wurst meint einen SUV fahren zu müssen. Da sollte man mal ansetzen.

von Wolfgang Rühmkorf

Jetzt machen die auch schon in mainstream! :((

von Wilhelm Grimm

Wir brauchen keinen Bauernverband und auch keine landwirtschaftliche Ausbildung !

Wir brauchen Otto Walkes und Mike Krüger. Das reicht !

von Willy Toft

Wo soll das ganze Land denn noch herkommen, um dem Ganzen noch gerecht zu werden?

Am liebsten ohne Düngeraufwand, weitere Fruchtfolge, noch lieber Bio, so hätten es die Protagonisten gerne. Großzügige Feldsäume, anlegen von Biotopen, und mehr Natur. Die eigentliche Aufgabe die Ernährung der Bevölkerung ist zur Nebensache verkommen, das alles ist an Arroganz nicht zu überbieten, und natürlich nur noch auf unsere Kosten, denn das Prämiensystem soll für weitere Nischen gebraucht werden! Wo leben wir, dass man sich das auch noch ständig anhören muss?

von Thomas Blöthner

Eine Frage der Zeit

war das eigentlich nur noch bis Drohungen ausgesprochen werden. Das sind normalerweise Methoden von politisch extremen Kreisen. Ich würde mich schämen Herr Aeikens ! lg

von Anton Obermeier

Landwirtschaft

ist nur noch der Fußabtreter für Politik und Gesellschaft. Wie lange lassen wir uns das eigentlich noch gefallen.

von Diedrich Stroman

An Arroganz nicht mehr zu überbieten!

Was erlaubt sich ein Staatssekretär, auch noch aus der CDU sich da, vor Bauern hinzustellen und Drohungen auszusprechen, ordundsrechtlich die Keule zu schwingen gegen gut ausgebildete Landwirte.Wie weit will es die Politik noch treiben, soll es so weit kommen bis der letzte Bauer seinen Hof aufgibt?Man brauch nicht mehr grübeln oder gar nachdenken hier zeigt sich die ganze Arroganz derjenigen die meinen der Bauer ist der schuldige, und der darf das Haupt nicht zu hoch tragen,ansonsten kommt der Hammer oder die Keule! Bauern wartet nicht mehr zu lange es ist für die Deutsche Landwirtschaft schon nach zwölf, wenn diese Überheblichkeit so weiter macht, und das wird sie erleben wir einen Strukturbruch mit ungeahntem Ausmaß!!!

von Gerd Schaaf

Akzeptieren ja, aber nur wenn die Maßnahme wissenschaftlich fundiert ist

Auch ein Herr Aikens sollte begreifen, dass viele Sachen, die die „gesellschaftliche Meinung“ und damit die politische Mehrheit fordert, rationaler Blödsinn ist und auf keinem Fall einer LandWIRTSCHAFT dienlich ist, geschweige denn dem Klimaschutz dient. Aber richtig rechnen könnten diese Klimasch ... ja eh noch nie.

von Berthold Lauer

Selbstverständlich kann und wird auch die Landwirtschaft ihren Beitrag leisten. Vielleicht sollte die Politik aber mal zur Kenntnis nehmen, dass, wer nur 7% beiträgt nicht 50% der Emmissionsreduzierung leisten kann! Selbst wenn aus der Lw gar keine Emissionen mehr kämen, wäre das kaum spürbar!!

von Thomas Schaffner

Hunger

Langsam reichts, sind wir an allem schuld? Wenn die Maus satt ist, ist das Mehl bitter. Es wird Zeit, der Regierung und dem Verbraucher zu zeigen, wer ihr (Fr)essen produziert. Mal ein, zwei Jahre keine mineralische Düngung und Pflanzenschutz, dann weiß jeder wieder was Hunger heißt.

von Hermann Reinmuth

Hier hilft nur Hunger

oder wir streiken und liefern nicht mehr mal sehen wer dann mehr System relevant hat Landw. oder Banken diese ewigen Dummen Schwätzer.

von Wilhelm Grimm

"Jetzt ist der Zug abgefahren".

Was für eine erbärmliche politische Aussage, die die ganze Arroganz der CDU/CSU gegenüber den wirtschaftlichen Entwicklungstendenzen der Agrarwirtschaft aufzeigt und jedem Landwirt seine Bedeutungslosigkeit in dieser Regierung drastisch vor Augen führt.

von Markus Grehl

VW und Co?

Was machen die Betrüger von den Automobilkonzernen gegen den Klimawandel? Die produzieren fröhlich weiter und wenn die Gesetze nicht mit ihren Produkten Übereinstimmung dann droht mal wieder die Arbeitsplatzkeule... Und die Landwirtschaft ist mal wieder an allem allein schuld oder? Ich meine ich hab mal was gehört dass in unserem Land schon mal eine Bevölkerungsgruppe für alles verantwortlich gemacht wurde...

von Gregor Grosse-Kock

Klimawandel

Gibt es auch ohne Menschen, selbst Dipl. Meteorologe Puls beschreibt die Klimawirkung anhand von Messdaten in Top.und Stratosphäre und nicht wie viele andere auf Schätzungen und im Konsens. Wo sind die gemessenen Beweise? Die Beamten und Politiker ergehen sich in eine Art Volksverhetzung und Hochverrat ständig Dinge zu behaupten die nicht bewiesen sind, also Propaganda mit dem Ziel Landwirtschaft unmöglich zu machen mit der Zustimmung der gut informierten Gemeinschaft.!! '!

von Michael Behrens

Die neue Religion Klimaschutz!

Die Inquisition lässt grüßen!

von Klaus Fiederling

Jede Wirkung, die man übt, erweckt einem neue Gegner (Oscar Wilde)

Wer hat im eigentlichen die engen Fruchtfolgen entwickelt, auf welchen Versuchsflächen getestet und im Fortgang entsprechend forciert? - Mit welchem ordnungsrechtlichen Maßnahmenkatalog droht man ergo nunmehr der Wissenschaft? // Was also sollen derartig massive verbale Drohgebärden gegenüber einem nur noch marginalen Restvölkchen von kaum mehr 2%, Tendenz weiterhin fallend? // Ihr müsst die Jugend auf unseren Höfen nicht noch stärker demoralisieren; sie ist ohnedies schon mehr als gefrustet.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen