Agroscope plant Feldversuch mit transgenem Weizen

Das Schweizer Forschungsinstitut Agroscope und Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) wollen gemeinsam einen Feldversuch mit gentechnisch verändertem Winterweizen auf der „Protected Site“ in Zürich durchführen.

Das Schweizer Forschungsinstitut Agroscope und Forschende des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) wollen gemeinsam einen Feldversuch mit gentechnisch verändertem Winterweizen auf der „Protected Site“ in Zürich durchführen.

Wie Agroscope mitteilt, wurde im April ein Gesuch für Feldversuche mit diesen Weizenpflanzen beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) eingereicht. Es sei geplant, die Versuche während der kommenden sechs Jahre in mehreren Anbauperioden durchzuführen. Bei diesem Weizen sei der Zuckertransport verändert und damit das Ertragspotential erhöht.

Agroscope wies darauf hin, dass in den letzten Jahren die züchterische Weiterentwicklung des Ertrages bei Weizen weltweit stagniert habe. Forschende des IPK hätten mittels gentechnischer Methoden Winterweizen der Sorte Certo ein Gen aus der Gerste eingefügt. Dieses Gen verändere den Zuckertransport; es bewirke die Herstellung eines Transportproteins für Saccharose. Seine Produktion im Weizen werde durch einen Genschalter gesteuert, der von einem anderen Gerstengen stamme. Das Transportprotein werde dadurch vorzugsweise im sich entwickelnden Korn produziert und führe dort zu einer erhöhten Aufnahmekapazität für Saccharose, erläuterte Agroscope.

Der gentechnisch veränderte Winterweizen habe im Gewächshausversuch gegenüber der Ausgangslinie signifikante Ertragssteigerungen gezeigt. Im halboffenen Gewächshaus hätten die gentechnisch veränderten Weizenlinien durchschnittlich 5 % höhere Kornerträge erbracht. Diese Ertragssteigerungen wären ein großer Fortschritt in der Pflanzenzüchtung, sollten sie sich unter natürlichen Bedingungen bestätigen.

Mit den Versuchen auf der „Protected Site“ solle abgeklärt werden, ob diese Ertragssteigerungen auch im Feld erreicht und ob sie mit gleichem Einsatz an Nährstoffen erzielt werden könnten. Auch die Korninhaltsstoffe würden analysiert. Zudem werde untersucht, ob diese Pflanzen im Vergleich zu konventionell gezüchtetem Weizen andere Auswirkungen auf Insekten und Bodenmikroorganismen wie Pilze und Bakterien haben.

ASP in Westpolen: 80 Kilometer von Grenze zu Brandenburg

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen