Destatis

Apfelernte in Deutschland: 39 % der Äpfel stammten aus Baden-Württemberg

Die endgültigen Ergebnisse der Apfelernte sind raus: Sie kommt zwar nicht an die Rekordernte 2018 heran, liegt aber über Vorjahr. Die Anbauer haben ihre Flächen um 6,6 % ausgeweitet.

Der Apfel ist das mit großem Abstand am meisten geerntete Baumobst in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand endgültiger Ernteergebnisse mitteilt, lag die Menge an geernteten Äpfeln im Jahr 2020 mit 1,02 Mio. t etwa 3 % über dem Vorjahreswert von 991.500 t, aber um 15 % unter der Erntemenge im Rekordjahr 2018. In jenem Jahr wurde mit 1,20 Mio. t die größte Menge seit 1992 geerntet.

Im Jahr 2020 wurden somit deutschlandweit pro Kopf mehr als 12 kg Äpfel geerntet. Den größten Anteil an der Apfelernte hatten Baden-Württemberg mit 403.200 t (39 %) und Niedersachsen mit 279.700 t (27 %).

Eine besondere Bedeutung haben dabei die beiden größten deutschen Apfelanbaugebiete Altes Land, welches sich über Niedersachsen und Hamburg erstreckt, sowie die Region Bodensee. Während die Erntemenge in Baden-Württemberg mit einem Anstieg von 1 % gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb, stieg sie in Niedersachsen um knapp 6 %. Deutschlandweit nahm die Anbaufläche für Äpfel seit 2010 um mehr als 2.000 ha auf 33.900 ha zu (+6,6 %).

Mehr als ein Viertel der Äpfel wurde zu Saft, Konserven und Co. weiterverarbeitet

Mehr als 70 % der geernteten Äpfel (720.700 t) wurden als Tafelobst zum Verkauf angeboten. Als Verwertungs- oder Industrieobst, etwa zur Produktion von Fruchtsaft, Konserven oder Apfelwein, wurden 28 % (287.300 t) verwendet. Die restlichen 15.400 t zählten zum Eigenverbrauch oder zu Lager- oder Verarbeitungsverlusten und werden nicht vermarktet.

An der gesamten Baumobsternte hatten Äpfel im Jahr 2020 einen Anteil von 88 %.
Neben Äpfeln wurden in Deutschland zudem 39.300 t Birnen, 36.800 t Süßkirschen, 13.200 t Sauerkirschen, 46.500 t Pflaumen/Zwetschen sowie 4.800 t Mirabellen/Renekloden geerntet. Dies entspricht einer Baumobsternte von insgesamt rund 1,16 Mio. t im Jahr 2020.


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