Intensive Landwirtschaft

Artensterben: Leopoldina empfiehlt höhere Fleischpreise

Die Akademie Leopoldina gibt Deutschland eine Mitschuld am Artensterben. Die Experten fordern höhere Steuern für Fleisch und Milch sowie eine radikale Agrarwende.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina warnt vor den dramatischen Folgen des Artensterbens. In einem Diskussionspapier zur Biodiversität fordern die Wissenschaftler höhere Preise für Fleisch und Milchprodukte, eine tiefgreifende Agrarwende sowie die "Einpreisung des ökologischen Fußabdrucks" bei Konsumgütern, um den Verfall der Artenvielfalt zu stoppen, berichtet der Spiegel am Freitag.

Deutschland sei durch die Importe von Soja als Futtermittel für die "Rodung von etwa einer Million Hektar Tropenwald indirekt verantwortlich", kritisieren die Gelehrten. 80 % des Biodiversitätsverlusts seien der intensiven Landwirtschaft geschuldet, so die Experten. Vor allem die Fleisch- und Milchproduktion belaste die Biosphäre. Die Mehrwertsteuer für Fleisch solle deshalb von derzeit 7 auf 19 % angehoben werden. Falls der Fleischkonsum dennoch nicht sinke, fordern die Forscher zusätzlich eine CO2-Bepreisung oder einen Emissionshandel für Fleisch- und Milchprodukte.


Diskussionen zum Artikel

von Bernhard Rump

Ökologischer Fussabdruck und Soja

Hier mal ein paar Gedanken dazu: 1. Wenn immer wieder der ökologische Fussabdruck ins Feld geführt wird: der liegt in Deutschland bei rund 4,4ha pro Einwohner. Macht eine Fläche von 352Mio. ha bei rund 80 Mio. Einwohnern. Wir haben aber in Deutschland nur rund 16,6 Mio. ha landw. ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Seltsam:

Interessant, dass einerseits die Dezimierung der Fischbestände zwar thematisiert wird, aber von der naheliegenden Forderung, weniger Fisch zu essen, ist nichts zu lesen, ganz im Gegensatz zum Fleisch. Vielleicht fürchtet man, dass die Verbraucher dann ganz verwirrt sind, weil die noch ... mehr anzeigen

von Harald Finzel

Einseitige Autorenliste

Die 13 im Diskussionspapier genannten Autoren stammen durch die Bank aus der Ökologie- bzw. Biologieszene oder sie sind völlig fachfremd. Offenbar mangelt es der Leopoldina an Konsumforschern, Agrarökonomen, Handelsexperten oder auch schlicht und einfach an Fütterungs- und ... mehr anzeigen

von Josef Peters

Eiweißlücke

Wenn Fleisch, wie gefordert, teurer wird, werden die Menschen weniger konsumieren. Als Folge wird weniger produziert und man muss weniger Eiweiß an die wenigeren Tiere verfüttern.

von H. Bogen

Fordert die Leopoldina

dann auch das der Verbraucher wieder über eine Stunde arbeiten muss und nicht nur eine halbe um sich ein kg Rindfleisch zu leisten. Extensive Landwirtschaft wäre schön, wenn sie bezahlt würde hätte ich nichts dagegen, aber davon ist nie die Rede.

von Rudolf Rößle

In 10 Jahren

können die Ministerien dann die autonomen Roboter auf dem Feld anschreien und mit Steinen bewerfen.

von Rudolf Rößle

In

Russland sollen laut Beitrag die Ackerfläche Deutschlands neu kultiviert werden um Biowaren in die EU zu liefern. So viel zum Artenschutz in anderen Ländern.

von R W

Gutes Argument

Ein Gutes Argument vielleicht mal darüber nachzudenken weniger Fleisch zu essen, dann können man mit der Fläche in Deutschland auch mehr Nahrungsmittel produzieren.

von Christian Bothe

Leopoldina

Und schon ist mein Wochenende wieder"verdorben" und die Top Agrar hat mit solchen Veröffentlichungen schuld, Herr Deter! Soviel Unsachlichkeit und populistische Darstellung auf einmal ist kaum zu überbieten und eigentlich jeden Kommentars überflüssig und verschwendete Zeit. TROTZDEM: ... mehr anzeigen

Anmerkung der Redaktion

Bitte wenden Sie sich an die Leopoldina mit Ihrer Kritik und nicht an berichtende Medien.

von Renke Renken

Sind wir soweit

daß jeder seinen unqualifizierten Senf zu allem dazugeben darfund kann, das ist ja nicht mehr auszuhalten, wer sich alles zur Landwirtschaft äußern darf

von Wilhelm Grimm

Klar, jeder darf !

Aber die grün gelenkten Massenmedien entscheiden, wer in die Öffentlichkeit darf. Das funktioniert außer bei GRÜN nur mit Spektakel.

von Richard Huber

War es nicht die Leopoldina,

welche vor ein paar Jahren noch empfohlen hat zwei Drittel aller Krankenhäuser in Deutschland zu schließen? Soviel zu deren Fachkompetenz.

von Wilhelm Grimm

Und bei Corona

lagen sie auch falsch.

von Heinrich Albo

Das Artensterben

ist Hauptsächlich vom Klimawandel verursacht !!! Wenn die Landwirtschaft ihre Ertragsfähigkeit nicht behalten bzw. steigern darf dann wird noch mehr Urwald in Südamerika und Russland in Acker umgewandelt und der Klimawandel und somit das Artensterben verstärkt. Artensterben hat es ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Leopoldina gehört zum riesigen Netzwerk der NGO

und somit von Ministerin Schulze. Es handelt sich um ein gemeinsames Vorgehen im Kampf um die Meinungshoheit und um Staatsgelder für ihre Interessen, den vermeintlichen Naturschutz durch ihre Brille, aber gegen die Landwirtschaft.

von Gerhard Steffek

Logische Konsequenz!!!

Nun ja denn, den Leuten geht es aufgrund von Corona finanziell schlechter. Da wird dann zwangsläufig unnützer Ballast, bzw. so manches Luxusgut über Bord geworfen. Da können auch schnell die Spendengelder für die ganzen NGO's dabei sein. Da braucht es keinen Wundern, wenn diese jetzt ... mehr anzeigen

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Die Landwirtschaft ist

schuld, wie immer. Die Landwirtschaft ist ja auch nur wegen sich selbst vorhanden. Ob auf dem Globus 1 Milliarde Menschen leben oder in Zukunft 10 Milliarden ist anscheinend unerheblich. Wenn die Leopoldinaianer diesem Umstand nicht Rechnung tragen sind Sie unglaubwürdig und nicht besser ... mehr anzeigen

von Hans-Gottfr. Gresshöner

Gegen das Artensterben

würde nachhaltig helfen,wenn wir weniger Auto-,LKW-,Schiffs- und Flugverkehr hätten,weniger Billigklamotten kauften, Gebäude weniger heizten und die Strassenbeleuchtung reduzierten!!

von Gerald Hertel

Eine höhere Steuer

nützt hier wenig, denn die zahlt am Ende der Bauer und sie verschwindet im Staatshaushalt

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