Schutzstrategie

Auf den Punkt genau spritzen

Die Hersteller von Pflanzenschutzspritzen arbeiten intensiv daran, ihre Geräte immer präziser zu machen. Intelligente Kameras könnten künftig das Behandeln auf den Punkt möglich machen.

Den Wirkstoff auf den Punkt genau ausbringen – das ist das Ziel der modernen Pflanzenschutztechnik. Gerade in den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich viel getan.

Fast alle neuen Anhängespritzen und auch höher ausgestattete Anbaugeräte haben heute automatische Teilbreitenschaltungen, die mit Satellitentechnik arbeiten. Diese Geräte verhindern vor allem in Keilen und am Vorgewende unnötige Überlappungen. Dadurch lassen sich Wirkstoff- bzw. Mittelmengen einsparen.

Ein weiterer Vorteil: Wenn die Witterung tagsüber zu ungünstig ist, kann man mit den Behandlungen auch auf Abend- oder Nachtstunden ausweichen und trotzdem schlagkräftig arbeiten. Zudem ist das auch beim Einsatz von Insektiziden interessant, um vor bzw. nach dem Bienenflug zu applizieren.

Düsen einzeln schalten

Die automatischen Schaltungen werden immer genauer. Eine Einzeldüsenschaltung sorgt für ein sehr feines Raster und reduziert die Überlappungen auf ein Minimum. Es macht schon einen Unterschied, ob sie in langen Keilen 3 m-Abschnitte schalten oder alle 50 cm. Weil die Spritze mit einem Zirkulationssystem ausgestattet ist, steht sofort an jedem Düsenkörper der volle Druck und die richtige Mittelkonzentration zur Verfügung.

Je präziser das Gestänge im richtigen Abstand über den Bestand geführt wird, desto exakter die Ausbringung. Größere Spritzen haben dafür eine automatische Gestängeführung. Bisher arbeiten die meisten Systeme mit Ultraschall, allerdings gibt es auch erste Lösungen mit Radar. Wichtig sind ausreichend Sensoren und eine intelligente Regelung. Diese muss der Kontur des Bestandes so exakt wie möglich folgen – und gleichzeitig verhindern, dass das Gestänge an einer größeren Fehlstelle plötzlich in den Bestand eintaucht.

Einige Firmen haben zwischenzeitlich einen noch dichteren Abstand zur Zielfläche als die üblichen 50 cm diskutiert. Dazu müssen die Gestänge mit einem Düsenabstand von 25 cm ausgestattet sein – was den technischen Aufwand hier deutlich erhöht. Bisher hat sich diese Lösung aber nicht im größeren Umfang am Markt durchgesetzt.

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Pflanzenschutzanwendung

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vor von Matthias Bröker ; ad

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Diskussionen zum Artikel

von Rudolf Rößle

Wird

dies nicht unter landwirtschaftlichen Gruppen organisiert zum Selbstkostenpreis, werden nur ein paar wenige große Konvis in Zukunft übrig bleiben. Die kleinen Nebenerwerbsbetriebe müssen sich schon bald überlegen ,ob sie sich auf Ökopunkteprämien spezialisieren und die eigentliche ... mehr anzeigen

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