Auf Qualität und Sicherheit bei der Silomaisernte achten

In der Silomaisernte stehen die Landwirte unter Druck. Die Zeit drängt, doch trotzdem müssen nicht nur die Qualität des Silagegutes, sondern auch Sicherheitsaspekte höchste Priorität genießen. Darauf weist das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) hin.

In der Silomaisernte stehen die Landwirte unter Druck. Die Zeit drängt, doch trotzdem müssen nicht nur die Qualität des Silagegutes, sondern auch Sicherheitsaspekte höchste Priorität genießen. Darauf weist das Deutsche Maiskomitee e.V. (DMK) hin.

Hohe Bergeleistungen erfordern optimale Verteil- und Verdichtungsarbeiten im Silo. Große Mengen an Siliergut müssen gleichmäßig in dünnen Schichten verteilt und verdichtet werden. Als Basis für eine gute Verdichtung gilt eine Schichtdicke von maximal 30 cm. Die Verdichtung erfolgt mit Schleppern oder Spezialfahrzeugen wie Allrad-LKWs oder Pistenraupen. Der Reifendruck sollte bei 2 bis 3,5 bar liegen, die Walzgeschwindigkeit ist mit 4 bis 6 km/h sehr gering, um möglichst lange Druck auf das Häckselgut ausüben zu können. Die Fläche muss mindestens dreimal überfahren werden. Der Verdichtungsaufwand soll bei zwei bis drei Minuten je Tonne Erntegut liegen, wie Dr. Johannes Thaysen von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in einer Veröffentlichung des DMK empfiehlt. Je Walzfahrzeug sollte die Bergeleistung nicht mehr als 20 bis 25 t TM je Stunde betragen.

Der Siliererfolg lässt sich mit dem Silo-Controlling überprüfen. Dabei wird mithilfe eines Spezialbohrers ein Bohrkern aus der Silage entnommen. Anhand des Raumgewichtes und des Trockenmassegehaltes kann dann die Verdichtung in kg TM/m³ berechnet werden. In Abhängigkeit von der Siloart wird diese Messung an verschiedenen Stellen im Silo vorgenommen, im optimalen Fall sind die Unterschiede zwischen Kern- und Randbereich vergleichsweise gering.

Zur Silomaisernte sollten die Landwirte aber nicht nur die Silagequalität, sondern auch ihre eigene Sicherheit im Blick haben, denn die Kombination aus Zeitdruck, dem Einsatz der Technik und Störungen im Ernteablauf birgt ein hohes Unfallrisiko. Deshalb ist es auch für erfahrene Landwirte empfehlenswert, sich zunächst mit den Maschinen vertraut zu machen und sie auf Funktionalität und Sicherheit wie zum Beispiel Aufstiege, Messerschutz und die gute Sichtbarkeit der Erntefahrzeuge im Dunkeln zu überprüfen. Bei Wartungsarbeiten sollte in jeden Fall der Motor abgestellt und der Stillstand aller Aggregate abgewartet werden, denn die Häckseltrommel und etwa der Beschleuniger laufen nach.  

Darüber hinaus gilt es auch, das Umfeld, wie z.B. über die Felder verlaufende Hochspannungsleitungen, und die Nachbarn zu beachten, um Konfrontationen im Vorfeld zu vermeiden. Landwirte können die Ernte auf Schildern am Feldrand, über Handydienste oder die lokale Presse ankündigen. Positive Reaktionen erhalten auch Landwirte, die Spaziergängern anbieten, die Blumen am Feldrand kostenlos zu ernten. Darüber hinaus sollte es für die Landwirte selbstverständlich sein, die Straßen von Verschmutzungen durch die Erntefahrzeuge umgehend zu säubern.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen