Dürremonitor

„Außergewöhnliche Dürre“ in tieferen Bodenschichten!

Ist das aktuell heiße Wetter ein Vorbote auf einen erneuten Dürresommer ohne Wasser? Antwort gibt Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig.

Die aktuellen Rekordtemperaturen im Juni bereiten den Bauern Sorge. Droht erneut ein Dürresommer wie 2018? Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig jedenfalls bestätigt, dass vor allem im Norden und Osten Bodenwasser fehlt. Im Süden gibt es hingegen nur wenig Probleme.

Im Norden und Osten sei der Boden bis 25 Zentimeter Tiefe zu trocken, sagte UFZ-Klimaforscher Andreas Marx, der Zeitung DIE ZEIT. Das sei vor allem für die Felder schwierig. "Es fehlt Regen." In tieferen Bodenschichten bis 1,80 Meter zeigt der Monitor sogar großflächig eine außergewöhnliche Dürre an, heißt es. Das führe zu erhöhter Waldbrandgefahr und lasse die Bäume weniger widerstandfähig gegen Schädlinge werden.

Dennoch warnt der Forscher davor, die Lage zu überdramatisieren. Mit 2018 sei das aktuelle Jahr nicht zu vergleichen. 2018 sei ein Extremereignis gewesen, die in der Regel sehr selten sind, vor allem in aufeinanderfolgenden Jahren. Auch wenn aktuell wieder Hitze und Trockenheit herrschten, dürfe man nicht davon ausgehen, dass sich die Dürre vom vorigen Jahr einfach wiederhole.

Auch die Jahre 1974 bis 1976 seien sehr trocken gewesen. Gravierende wirtschaftliche Schäden habe es aber nur in einem der Jahre gegeben. Danach habe sich die Lage wieder entspannt.

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Mehr als 80 % der Schäden und der Verluste einer Dürre müssen die Bauern und die Landwirtschaft tragen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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