Optimierung des Pflanzenbaus

xarvio Field Manager hilft dem Landwirt beim Pflanzenbau mit 7.000 variablen Applikationskarten

Feldversuche bestätigen laut BASF hohe Genauigkeit, Wert und Kostenvorteile durch xarvio Field Manager. Die Zahl der Nutzer stieg letztes Jahr um 46 %.

Die Nutzerzahlen beim xarvio Field Manager zur Optimierung des Pflanzenbaus wachsen. Insgesamt wurden bisher mehr als 840.000 ha in das System eingegeben, teilt der Mutterkonzern BASF mit. Die Zahl der registrierten Nutzer stieg in der Saison 2021/22 auf über 12.000, was einem Zuwachs von 46 % gegenüber der Vorsaison entspricht.

Variable Düngekarten helfen Landwirten

Von den verschiedenen Möglichkeiten, die der xarvio Field Manager bietet, hatten die variablen Applikationskarten für einzelne Felder in der vergangenen Saison das größte Wachstum bei der Nutzung gegenüber der Saison 2020/21, heißt es.

Insgesamt wurden 7.000 variable Applikationskarten für Aussaat, Pflanzenschutz und Düngung erstellt. In der Vorsaison waren es knapp 3.000 Karten. Damit hat sich die Nutzung der Karten mehr als verdoppelt. Von den 7.000 Applikationskarten wurden 1.800 für den Pflanzenschutz, 4.300 für die Düngung und 900 Aussaatkarten verwendet. Der Einsatz von variablen Düngekarten hilft Landwirten beispielsweise ihre Betriebsmittel effizienter einzusetzen und dadurch Kosten zu sparen.

Karte

Eine nachhaltige, rentable und optimierte Pflanzenproduktion ist durch den Einsatz von Precision-Farming-Technologien möglich. Die Maschinenkonnektivität geht noch einen Schritt weiter und versetzt Landwirte in die Lage, Aufgaben wie Aussaat mit variabler Menge, Pflanzenschutz und Pflanzenernährung noch bequemer und effizienter zu erledigen. (Bildquelle: Pressebild)

Feldversuche liefern vielversprechende Ergebnisse

In der Saison 2021/22 wurden zudem erneut Kleinparzellenversuche unter anderem in Winterweizen, Wintergerste und Roggen durchgeführt. Dabei hat die Firma den Spritzzeitpunkt und die Produktempfehlung für Fungizide von xarvio Field Manager mit dem bekannten Industriestandard von drei Fungizid-Anwendungen verglichen (Winterweizen: T1, T2 und T3, Wintergerste und Winterroggen: T1 und T2).

Die Ergebnisse für die mit dem xarvio Field Manager bewirtschafteten Parzellen zeigten erneut einen höheren Return on Investment (ROI), so BASF weiter. Im Durchschnitt erzielte Winterweizen bei Anwendung der Zeit- und Produktempfehlungen des xarvio Field Manager eine Steigerung von 58 € pro Hektar. Bei der Wintergerste wurde mit den Empfehlungen von xarvio ein durchschnittlicher Zuwachs von 18 € pro Hektar bei einer durchschnittlichen Reduzierung des Fungizid-Einsatzes um 23 % erreicht.

Einen durchschnittlichen Zuwachs von 41 € pro Hektar bei einer durchschnittlichen Reduzierung des Fungizid-Einsatzes um 50 %, wurde im Winterroggen basierend auf dem vom xarvio Field Manager empfohlenen Zeitpunkt erzielt.

Wetterdaten

Xarvio Field Manager analysiert fortlaufend die eingehenden Wetterdaten, um Modelle zu Wachstumsstadien, Düngung, Pflanzenschutz und Wachstumsregulatoren sowie Produktempfehlungen zu unterstützen. (Bildquelle: Pressebild)

Einige Praxisbeispiele

Bjoern Kiepe, Head of Agronomy xarvio, BASF Digital Farming GmbH, zu den Kleinparzellenversuchen: „Im Süden Deutschlands gab es im letzten Jahr sehr hohe Septoria Tritici Infektionsraten. Durch eine frühe Warnung des xarvio Field Managers konnten Landwirte die Infektion jedoch erfolgreich reduzieren.“

Beim Winterroggen im Osten des Landes sei die Infektionsrate wegen der geringen Niederschläge im Sommer gering gewesen, so Kiepe weiter. Aufgrund der zeitlichen Steuerung der Anwendung durch den xarvio Field Manager wurden die Kulturen nur dann gespritzt, wenn es notwendig war. Dies habe dazu beigetragen, Krankheiten und Anwendungen zu reduzieren und gleichzeitig den Ertrag zu optimieren.

„Die Ergebnisse sind ein weiterer Beweis für die Genauigkeit unserer agronomischen Modelle in einer Reihe von Kulturen und unterschiedlichen Anbaubedingungen", betont Kiepe.

Wetterstationskonnektivität

In dieser Saison konnten auch Kunden mit Wetterstationen von Metos by Pessl Instruments und Sencrop ihre Geräte nahtlos mit dem xarvio Field Manager verbinden. Die Anzahl der neu angeschlossenen Wetterstationen beider Hersteller stieg um 82 %.

Durch die Anbindung der Wetterstationsgeräte hätten die Kunden von der Integration hyperlokaler, feldspezifischer Wetterdaten in die agronomischen Modelle von xarvio profitieren können, um noch genauere Vorhersagen zu Wachstumsstadien, Düngung, Pflanzenschutz und Wachstumsregulatoren sowie Produktempfehlungen zu machen.


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