Nachhaltigkeit

Bayer eröffnet vierte ForwardFarm

Wissen über Nachhaltigkeit will Bayer mit den ForwardFarms in die Öffentlichkeit bringen. Der vierte Betrieb dieser Kooperation liegt in Niedersachsen – und ist in mehreren Punkten besonders.

Wie funktioniert Landwirtschaft und was ist der integrierte Anbau? Diese Fragen beantworten u.a. die ForwardFarm-Betriebe. Solch eine Kooperation mit Bayer ist auch kürzlich die Familie Bohnsack vom Selterhof in Einbeck-Erzhausen, Niedersachsen, eingegangen. „Dieser Betrieb entwickelt sich ständig weiter. Das passt zu unserem Konzept, denn eine ForwardFarm ist kein Museum“, erklärt dazu Karl Eschenbach, Leiter von Bayer ForwardFarming. Auf dem Selterhof könne man zeigen, dass die nachhaltigen Konzepte für jede Betriebsform umsetzbar und unabhängig von der Betriebsausrichtung seien. Eschenbach stellt klar: „Bayer ist hier zu Gast. Über die umzusetzenden Maßnahmen entscheidet Familie Bohnsack.“

ForwardFarm: moderne und nachhaltige Landwirtschaft

„Das war uns wichtig, wir wollen trotzdem selbstbestimmt wirtschaften können“, sagt dazu Petra Bohnsack. Denn von standardisierten Verfahren hält Betriebsleiter Wilhelm Bohnsack nicht viel, gerade in Bezug auf die sich verändernden klimatischen Bedingungen. „Darauf müssen wir reagieren, mit allen Werkzeugen, die uns zur Verfügung stehen, und zwar immer angepasst an die jeweilige Situation“, sagt er. Das sei auf den Parabraunerden und tonig-lehmigen bis lehmigen Böden auch notwendig. Bohnsack sichert seine Maßnahmen auf den 230 ha Acker wissenschaftlich oder auch empirisch ab.

Das Beste aus ökologisch und konventioneller Wirtschaftsweise

Dabei greift er auch auf seine fünfjährige Erfahrung als Naturlandbetrieb zurück. Die Ungras- und Unkrautkontrolle erfolgt deshalb mechanisch und chemisch – angepasst an Witterung und Standort. Aus der Zeit der Naturland-Zertifizierung ist auch ein Dauerversuch zur Ackerfuchsschwanzbekämpfung entstanden. Diesen führen die Familie Bohnsack und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen weiter.

Ein Plakat von Bayer erklärt die OpenToolBox

Mit der OpenToolBox lässt sich standortabhängig der Integrierte Anbau gestalten. (Bildquelle: Mund)

Ihr Wissen um den Pflanzenbau und sinnvolle Entwicklungen für die Zukunft will die Familie weitergeben. Nicht nur an Berufskollegen, sondern auch im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit an die Bevölkerung. Daher gehört der Betrieb seit kurzem auch dem Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau des Bundeslandwirtschaftsministeriums an.

Ein Plakat von Bayer erklärt die Digitalen Helfer, mit denen Landwirte nachhaltiger wirtschaften können.

Dgitale Helfer wie der "Climate FieldView" oder die App "MagicScout" helfen beim integrierten Anbau. (Bildquelle: Mund)

Maßnahmen, die auf dem Selterhof als ForwardFarm umgesetzt werden, sind z.B. die Systeme Easy-Flow (zum sicheren Befüllen der Pflanzenschutzspritze) und Phytobac (um eventuelle Rückstände im Wasser abzubauen). Bayer bietet zudem weitere Tools an, um sicher Unkräuter und -gräser bzw.Schädlinge zu erkennen.

Über die Bayer ForwardFarms

Über die ForwardFarms will das Unternehmen mehr Nachhaltigkeit in die Öffentlichkeit bringen. Dazu arbeite man nicht nur mit Experten aus Wissenschaft und Beratung sondern auch mit kritischen Vertretern z.B. aus dem Naturschutz zusammen. Dabei stehen diese fünf Themen im Mittelpunkt:

  • Integrierter Anbau: Saatgut, Pflanzenschutz und digitale Lösungen anbieten
  • Biodiversität: Nahrungsangebot und Lebensraum für eine Vielzahl verschiedener Arten schaffen
  • Bienengesundheit: Bestäubern Nahrung bzw. Nisthilfen sichern und sie vor Schädlingen schützen
  • Gewässerschutz: Rückstände von Pflanzenschutz in Gewässern vermeiden
  • Anwenderschutz: den Landwirt bei seiner Arbeit effektiv unterstützen und Sicherheit geben

Mit dem Selterhof gibt es jetzt vier ForwardFarms in Deutschland: Die Agrofarm GmbH Nauen, Brandenburg, der Damianshof in Rommelskirchen, Nordrhein-Westfalen und der Wasmayr Hof in Aich, Bayern. Weltweit gehören dem ForwardFarm-Netzwerk über 20 landwirtschaftliche Betriebe an.

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