Jahrespressegespräch

Bayer: Integration von Monsanto auf gutem Weg Premium

Die Neuorganisation von BayerCropScience läuft zurzeit. Zudem setzt sich das Unternehmen für die Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Glyphosat-Diskussion ein. Laut Umfragen sinkt der Glyphosateinsatz immer weiter. Wichtiger denn je ist der Dialog mit der Gesellschaft. Um diese und weitere Themen ging es beim Jahrespressegespräch.

Zunehmende Resistenzen und neu auftretende Krankheiten sowie Schädlinge – z.B. aufgrund klimatischer Veränderungen - bedrohen Erträge und Qualitäten. „Mehr denn je sind landwirtschaftliche Produktionsverfahren gefragt, mit denen sich ressourcenschonend hohe und vor allem sichere Erträge erwirtschaften lassen. Und das bedeutet mehr Pflanzenschutz“, sagte Peter R. Müller, Geschäftsführer der Bayer CropScience Deutschland GmbH auf der kürzlich stattfindenden Pressekonferenz in Hannover.

Gefragt sei der integrierte Ansatz der besten Lösungen bestehend aus Saatgut, chemischem und biologischem Pflanzenschutz sowie einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. In diesem Licht sei auch die Integration von Monsanto zu sehen. Die Übernahme passe sehr gut zur Strategie von Bayer.

Mit Blick auf die Neuorganisation der Bayer CropScience Deutschland GmbH hat für Müller das Sicherstellen eines reibungslosen Übergangs höchste Priorität: „Während wir an der Integration unserer Unternehmen arbeiten, können unsere Kunden den gleichen Service und Einsatz wie bisher von uns erwarten. Bei den Ansprechpartnern von Bayer und vormals Monsanto ändert sich daher zunächst einmal nichts. Erst gegen Ende des dritten Quartals 2019 und bei fortgeschrittener Integration wird es zu einer neuen Struktur kommen.

Glyphosat in Diskussion

Bayer wird sich weiterhin für die Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse einsetzen, die die Sicherheit von Glyphosat zeigen. Von Klägern in den USA wird dies gerichtlich aber infrage gestellt. Die Klägeranwälte berufen sich vor allem auf eine Veröffentlichung der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC, einer Unterorganisation der Weltgesundheitsbehörde WHO. Sie hatte Glyphosat 2015 in die „Kategorie 2A: wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. In dieselbe Kategorie stuft die IARC neben Glyphosat auch heiße Getränke über 65 °C, rotes Fleisch, Schichtarbeit und den Friseurberuf ein.

Wichtig: Die IARC bewertet ausschließlich das grundsätzlich mögliche Gefährdungspotenzial einer Substanz und nicht das tatsächliche Risiko. Anwendungsgebiet, verwendete Dosis oder direkter Kontakt spielen bei dieser Bewertung keine Rolle. Das bedeutet, die IARC trifft keine Aussage über den konkreten Zusammenhang einer angeblichen...



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Artikel geschrieben von

Matthias Bröker

Redakteur Ackerbau/Grünland

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