Pressekonferenz

Bayer sieht sich und Landwirte in Zeiten von Corona gut aufgestellt

Wie es um die Versorgung mit Pflanzenschutzmitteln steht und wie die fortgeschrittene Digitalisierung aktuell hilft, darüber informiert Bayer in einem Presseschreiben.

Mit anhaltender Dynamik hält das Coronavirus Deutschland und die ganze Welt in Atem. Dies beginnt im eigenen familiären Bereich, zeigt einzelbetriebliche und branchenbezogene Einflüsse und endet bei der Beeinträchtigung globaler Lieferketten.

„Die Situation ist für jeden von uns herausfordernd. Alle Mitarbeiter haben das Vertrauen und wir haben uns alle Flexibilität gegeben. Im Vordergrund steht die persönliche Situation zu Hause und im direkten Umfeld. Das Miteinander reden, der soziale Kontakt, auch der digitale Austausch mit unseren Kunden ist die einzige weitere wichtige Priorität“, sagte Peter R. Müller, Geschäftsführer der Bayer CropScience Deutschland GmbH.

„Gerade mit Blick auf diese Priorität ist es uns jetzt außerordentlich wichtig, für unsere Kunden weiter da zu sein und sie bestmöglich zu beraten. Die Frühjahrssaison hat begonnen und pflanzenbauliche Entscheidungen werden getroffen. Die Landwirte sollen zu jeder Zeit die Informationen bekommen, die Sie brauchen, um in diesem Jahr ihre angestrebten Erträge einzufahren. Der Austausch in der kommenden Zeit wird sich verändern. Das ist mit dieser Konsequenz und ohne Testlauf für alle besonders und erstmal ungewohnt. Wir sind uns bewusst, dass es auch mal holprig zugehen wird, wenn Kollegen nicht gleich zu erreichen sind oder erstmal Bilder zu Pflanzenkrankheiten und Schädlingen digital ausgetauscht werden müssen. Daher habe ich die Bitte, dass die Kunden uns gerade jetzt Feedback geben“, betonte Müller. Eigens hierfür wurde die E-Mail-Adresse Beratung@bayer.com eingerichtet.

Digitalisierung wertvolles Hilfsmittel

Die Landwirtschaft steht in dieser Situation aufgrund eines recht hohen Digitalisierungsgrads nicht am schlechtesten da, wenn auch die Verfügbarkeit des Internets regional zu wünschen lässt. Auch Bayer und seinen Kunden kommt der starke Ausbau der digitalen Services im Unternehmen jetzt zu Gute. Wetter Aktuell, E-Mail-Newsletter, das Beratungstelefon oder BayDir sind Beispiele dafür. Bayer wird den Beratungsservice für Landwirte gerade wegen des Verzichts auf persönliche Kontakte hier noch weiter intensivieren.

Versorgung mit Pflanzenschutzmitteln trotz Corona weitestgehend sichergestellt

Der Pflanzenschutzmarkt selbst wird sich nach Ansicht Bayers durch das Corona-Geschehen kurzfristig nicht ändern. Der Bedarf an Pflanzenschutzmitteln könnte sich an den auftretenden Kalamitäten orientieren. Und da die Saison gerade erst begonnen hat, ziehe die Nachfrage an. Auch hat Bayer bisher keine Hamsterkäufe registrieren können. Es sollte auch hoffentlich so bleiben, da die Warenversorgung für das Frühjahr weitestgehend sichergestellt ist. Bayer setzt nach eigener Aussage alles daran, dass es auch im zweiten Halbjahr zu keinen Engpässen kommen wird.

Ein Blick in die Zukunft

Die grundlegende Herausforderung an die Landwirtschaft ist die nachhaltige Nahrungsmittelproduktion in Einklang mit gesellschaftlichen Erwartungen zu bringen. Große Umwälzungen sind im Umfeld, in dem das zu geschehen hat, festzustellen. Bayer sei trotz aller zum Teil schwierigen Einflüsse gut aufgestellt, um in das Jahr 2020 zu starten, hieß es.

„Um das auch für die Zukunft sicherzustellen, wird sich Bayer weiter verändern. Oder wie ich es sage, sich weiter neu erfinden“, sagte Müller. Neben den natürlichen Herausforderungen, wie die Trockenheit des letzten Jahres, stehen für Müller die gesellschaftlichen Erwartungen an die Landwirtschaft im Mittelpunkt. Diese würden stetig weiter wachsen, gleichzeitig würden den Landwirten Handlungsoptionen bei Pflanzenschutzmitteln, etwa im Raps- und Zuckerrübenanbau, genommen. Die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung stehe auf dem Prüfstand. Die Auswirkungen seien für jeden einzelnen Betrieb zu spüren. Bayer strebt im Jahr 2022 die Wiederzulassung von Glyphosat in Europa an. „Wir sind davon überzeugt, dass wir eine starke wissenschaftlich fundierte Grundlage für die Verlängerung haben“, schätzte Müller die Situation ein.