Michaela Kaniber

Bayern: Neue Verordnung regelt Ausnahmen beim Walzverbot

Bayerns Landwirtschaftsministerin Kaniber weist auf eine Ausnahme in der Verordnung über das Walzen von Grünland (Walz-Verordnung) hin.

Landwirte dürfen Wiesen und Weiden, die wegen Schnees oder hoher Bodenfeuchte vor dem 15. März nicht befahrbar sind, auch nach diesem Zeitpunkt walzen. Das ist in der kürzlich beschlossenen Verordnung über das Walzen von Grünland (Walz-Verordnung) geregelt. „Damit haben wir eine einfache und praktikable Umsetzung erreicht“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Mit dem In-Kraft-Treten des Volksbegehrens Artenvielfalt ist es bei der landwirtschaftlichen Nutzung ab 2020 generell verboten, Grünlandflächen nach dem 15. März zu walzen. Die Regierungen können auf Grundlage der neuen Verordnung durch Allgemeinverfügung gebietsbezogen Befreiungen gewähren, wie die Verschiebung des Walzverbots auf ein späteres Datum. Es gilt dann bis zur ersten Mahd.

Eine solche Befreiung setzt unter anderem voraus, dass die landwirtschaftlich genutzten Grünlandflächen witterungsbedingt nicht vor dem 15. März gewalzt werden können. Es soll damit verhindert werden, dass es auf Wiesen und Weiden zu Strukturschäden durch frühzeitiges Befahren kommt. Als Messgröße wird die Wassermenge, die ein Boden pflanzenverfügbar speichern kann, die sogenannte nutzbare Feldkapazität, angenommen. Hierfür werden der Deutsche Wetterdienst, die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) sowie das Landesamt für Umwelt (LfU) den Regierungen frühzeitig entsprechende Daten zur Verfügung stellen.

Diese Informationen dienen den Regierungen als Grundlage für die Entscheidung, ob eine Befreiung erteilt wird oder nicht. Sollte ein Wiesenbrütergebiet betroffen sein, darf in diesen Gebieten zudem die Hauptbrutzeit der Wiesenbrüter noch nicht begonnen haben.

Zur Vorbereitung auf eine praxistaugliche und gut koordinierte Umsetzung der Walz-Verordnung ab dem Jahr 2020 arbeiten die beteiligten Stellen bereits jetzt intensiv zusammen, heißt es.


Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Fadenscheinig!!

Diese Verbot ist doch so fadenscheinig wie sonst noch was. Denn wie es schon Hans Walter angesprochen hat, was ist mit dem Striegeln und Hacken auf den Ackerflächen? Wäre hier ein konsequenter Wiesenbrüterschutz durchgezogen worden, so müßte auch dies verboten werden. Damit wäre aber gerade der Biobauer dann im Arsch. Hier wurde nur ein künstliches Konstrukt von den Verfassern dieses Volksbegehren geschaffen um seine Wichtigkeit zu erhöhen. Wie wenig hier aber gesunder Menschenverstand zu Gange war sieht man hieran dann wieder deutlich. Dieses Volksbegehren war Populismus pur!!!

von Hans Walther

Niemand spricht über das Striegeln: Wiesen die nachgesäät werden müssen um die Trockenschäden zu reparieren und Äcker - mehrfach- um mechanisch die Verunkrautung in Schach zu halten. Da fragt niemand nach den Gelegen der Bodenbrüter und den Satzhasen - passt nicht in den politischen Kontext.

von Sabine Baumgartner

Der Kasus Knaxus liegt woanders...

Die Frage die sich bei dieser Formuliering stellt ist die Möglichkeit des Nachweises. Potentiell machen es ja alle falsch, wie weise ich dann nach das standortbezogen dies korrekt war? Und das im CC-Check möglicherweise 4 Monate später.

von Martin Forster

Wird Zeit für ein Volksbegehren "Rettet das Hirn"

von Jens Geveke

Ist das denn nicht jetzt schon so Praxis ? Man walzt das Grünland so früh im Frühjahr, wie möglich. Und wenn es noch zu nass ist, dann macht man es etwas später. Nur dass es in Bayern jetzt gesetzlich geregelt ist...

von Gerd Uken

Es ist einfach schlimm was hier bei uns

abgeht.......hier eine Verordnung g da Verbote u. Ordnungsstrafen. Hat sich mal jemand Gedanken gemacht Wieses eigentlich denjenigen geht der diese Kulturlandschaft erst erschaffen hat? Unsere Poliziker anscheinend nicht- denn da hätte ich mehr Verstand erwartet!!

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