Neonic-Verbot

Behalten Rumänien und Litauen Notfallzulassung für Neonics?

Die EU-Mitgliedsländer sind sich uneinig über Notfallzulassungen von drei neonicotinoiden Wirkstoffen. Deutschland spricht sich für ein Verbot aus.

Die EU-Kommission will die Notfallzulassungen für drei neonicotinoide Wirkstoffe in Rumänien und Litauen verbieten. Beide Länder wollten die in der EU verbotenen Wirkstoffe Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam per Notfallgenehmigung zulassen. Dafür seien die vorgebrachten Gründe allerdings nicht ausreichend, kritisiert die EU-Kommission. Sie hat u.a. Rumänien und Litauen bereits letztes Jahr für ungerechtfertigte Notfallzulassungen der Neonics gerügt.

Das nun vorgeschlagene Verbot hat kürzlich im Ständigen Ausschuss für Pflanze, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) keine qualifizierte Mehrheit erhalten. Jeweils zehn EU-Länder stimmten in Brüssel für ein Verbot der Notfallzulassung in Rumänien und Litauen, darunter auch Deutschland. Aller Voraussicht nach entscheidet der Berufungsausschuss des SCoPAFF Anfang Dezember erneut über den Kommissionsentwurf.

In der Vergangenheit haben vor allem die deutsche Zuckerwirtschaft und Bundesagrarministerin Julia Klöckner entsprechende Notfallzulassungen kritisiert. Grund seien mögliche Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU aufgrund ungleicher Zulassungen.

Artikel geschrieben von

Daniel Dabbelt

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