Pflanzenschutz

Berater des BMEL fordern erneut eine Pflanzenschutzabgabe Plus

Der wissenschaftliche Beirat des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) warnt, den Rückgang der Biodiversität zu unterschätzen. Er fordert die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.

In einer neuen Stellungnahme zum Thema „Pflanzenschutz und Biodiversität in Agrarökosystemen“ drängt der wissenschaftliche Beirat zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln beim Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) auf Korrekturen. Die Stellungnahme, die top agrar vorliegt, ist bereits auf den März 2019 datiert. Am gestrigen 1. Oktober hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sie in Berlin entgegengenommen. „Um einer übermäßigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit besonderem Risiko für die Umwelt entgegenzuwirken, empfehlen wir positive und negative Anreize zu schaffen, die Anwendung dieser Pflanzenschutzmittel zu reduzieren“, lautet einer der Kernsätze aus der Stellungnahme. Als einen der Anreize nennen die Wissenschaftler die in Deutschland schon oft diskutierte Pflanzenschutzabgabe.

Konkret schlägt der Beirat folgende Maßnahmen vor:

1. Die weitere Entwicklung der Biodiversität soll durch die Einführung eines repräsentativen, umfassenden und auf die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln ausgerichtetes Langzeit Biodiversitäts-Monitorings standardisiert beurteilt werden.

2. Das Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln soll auf mögliche Lücken bei der Beurteilung von Wirkungen auf die Biodiversität auf der Basis des neusten Wissensstands überprüft werden, und diese Erkenntnisse sollen in die Novellierung des europäischen Zulassungsrechtes eingebracht werden.

3. Es sollen positive und negative Anreize für die landwirtschaftliche Praxis geschaffen werden, um die Anwendung von Pflanzenschutzmittel in der Praxis zu reduzieren. Dazu soll auch eine Abgabe auf...

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Diskussionen zum Artikel

von Albert Maier

Von den wissenschaftlichen Beiräten...

... kommt nur Schrott!

von Christoph Noven

Feierabend

Die sachliche Diskussion ist nicht weiter möglich. Wie gewählt so geliefert. Da wir jedoch bald das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Armageddon sehen werden, habe ich Hoffnung, daß beim nächsten Versuch eine Gesellschaft aufzubauen, der Sachverstand wieder zur ... mehr anzeigen

von Gregor Grosse-Kock

Beirat

Wie kann man ständig nur Fordern und nur Bla Bla Vorschriften die nach Beliebigkeit geändert werden können, weil sie in sich keinen Sinn ergeben! Aber jeden Tag der Landwirtschaft ca.60ha entnehmen und 30 ha davon zu betonnieren. Wir haben für unsere Bevölkerung nicht den Bedarf ... mehr anzeigen

von Wolfgang Rühmkorf

Setzt doch die Fördermittel für NaBu und Konsorten dafür ein, eine regional variierte wettbewerbsfähige Marktleistung für das Produktionsziel Biodiversitätsanbau auszuschreiben. Wenn eine Garantie dafür gegeben wird, dass diese neue “Anbaufrucht” nicht zu Enteignung (siehe FFH ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Aber Herr Plaas-Beisemann, die NABU und Co.

wollen an die Flächen ran. Das ist das Hauptproblem ! Sie sprechen es nur nicht aus und werden es immer leugnen.

von Henrik Plaas-Beisemann

Pflanzenschutz scheint nicht der Hauptgrund zu sein

Wenn ich das Papier richtig interpretiere, ist ein stärkerer Einfluss durch eine Abnahme der landwirtschaftlichen Betriebe zu verzeichnen. Größere Schläge weniger Kulturen, weniger Randstrukturen, ich würde noch hinzufügen weniger kleine über die Fläche verteilte Herden, dass ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Das Wirtschaftsministerium hat zwar einen engeren Draht zur Industrie,

würde aber diese ständigen eigentumsfeindlichen Übergriffe nicht zulassen. In wenigen Jahren ist landwirtschaftliches Eigentum nur noch eine inhaltsleere Hülle. Dafür aber lohnt sich ein Kampf auf der Straße.

von Wilhelm Grimm

Das BMEL ist wirtschaftsfeindlich,

das hat es in Deutschland noch nie gegeben!

von Wilhelm Grimm

Das geht so nicht !!!!!!

Wir müssen in das Wirtschaftsministerium.

von Wilhelm Grimm

Das BMEL muss abgeschafft werden !!!!!

Wer sich von solchen grünen Ideologen beraten lässt, schadet nicht nur der Landwirtschaft sondern dem ganzen Volk.

von Rudolf Rößle

Warndienste

der LWAs sind mittlerweile sehr gut und spart Geld. Auch biologische Mittel reduzieren den Krankheitsdruck und kosten wenig.

von Claus Mahnken

Berater des BMEL..........??????

Am Beginn dieses Leseerlebnisses hatte ich den Eindruck hier werden die Landwirte mal wieder von dieser Professorenclique als dumm und unfähig abgestempelt. In der vollständigen Stellungnahme liest man ,um es mit Albert Einstein zu sagen eine Menge Tintenscheißerei.Halt stimmt nicht ... mehr anzeigen

von Uwe Lamparter

Und wieder zeigt

sich mal: solche Vorschläge können nur von Personen kommen , welche einen krisenfesten Arbeitsplatz haben und weit überdurchschnittliches Gehalt bekommen (verdient haben sie es nicht).

von Gerd Schaaf

Welche Wissenschaft vertritt der „wissenschaftliche Beirat“?

Wissenschaftler sollten doch eigentlich das nötige Wissen haben, um die Zusammenhänge zu erkennen. Aber dieser wissenschaftliche Beirat scheint ideologisch dermaßen verblendet zu sein, dass sie so einen Schwachsinn daherreden. Wenn ein Schadorganismus auf einer Zielfläche bekämpft ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Rausgeworfenes Geld!!!

Liest man sich diese Studie durch, dann kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Diese Studie ist so was von Gestern, daß die Schwarte kracht. Nur rausgeworfenes Geld! Sie haben sich zwar eine Menge Arbeit gemacht, aber dem aufgeschlossenem, hellwachen Praktiker sagen sie damit ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Das hat Habeck auch bereits gefordert, 20% zunächst für den Anfang.

Dafür hat er eine Studie beim Helmholtz-Institut in Auftrag gegeben, diese hat das gewünschte Ergebnis geliefert. 3 Wissenschaftler der Kieler Hochschule haben die Ergebnisse dieser Studie widerlegt und zerrissen. Der Wissenschaftliche Beirat des BMEL mit Prol. Grethe an der Spitze ... mehr anzeigen

von Diedrich Stroman

Wissenschaftler?

Zukunftsforscher, gute fachliche Beratung und Landwirtschaft ,gut ausgebildete Landwirte Staatlich geführte Kammern, Beratungsringe, Pflanzenschutzmitteln geprüft vom Staate selber, Technik, ob Pflanzenschutzspritze, oder Düngerstreuer geprüft, getüvt geregelt wie kaum auf diesem ... mehr anzeigen

von Jochen Böhrer

Biodiversität

Jedes Pflanzenschutzmittel, das was taugt, schränkt die Biodiversität auf der Zielfläche ein. Die Bekämpfung von Schadorgamismen ist Sinn und Zweck derselben.

von Gerhard Steffek

Wissenschaftlicher Beirat =

par Excellence ein Synonym für den Dunning-Kruger-Effekt. Das war gleich mal der erste Gedanke der mir kam, als ich diesen Artikel gelesen habe. Mehr Realitätsferne kann man wohl nicht mehr ausleben, oder was? Für wie blöd halten die eigentlich die Bauern? Aber ja, wenn man in seiner ... mehr anzeigen

von Ansgar Tubes

Und es geht weiter...

...mit der Zwangskologisierung der deutschen Landwirtschaft! Vollkommen ideologisch verblendete Beiräte, die den Ruf von Wissenschaftlern nicht einmal ansatzweise mehr gerecht werden, versuchen erneut die Verbraucher und Politiker mit ihren haarsträubenden Vorstellungen weiter ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

40000

Unterschriften, sorry.

von Bernd Lübbe

Preisausgleich

Sehr geehrte Damen und Herren, die Schlagworte Biodiversität, red von Pflanzenschutzmitteln usw. wird die breite Bevölkerung mit Sicherheit gerne unterstützen. In diesem Artikel habe ich aber nichts dazu gelesen warum der heimische Bäcker dann sein Mehl von deutschen Bauern kaufen ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Umfrage

wer mehr ökologischen Anbau wünscht, sollte auch die Kriterien ernst nehmen , die umstellungswillige Betriebe fordern, um auch wirtschaftlich bleiben zu können. Die Landesverbände aus BW starten jetzt einen eigenen Gegenentwurf zum Volksbegehren mit min. 400000 Unterzeichnern, dass ... mehr anzeigen

von Gebhard Aierstock

Flächenkontrollen

Und wenn ich an meiner Wiese den Brennesselstreifen, der ja für Insekten wichtig ist, nicht abmähe, bekomme ich einen Flächenabzug bei der Kontrolle

von Harald Finzel

An erster Stelle der "federführenden Autoren" wird Urs Niggli genannt. Noch Fragen?

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