Maiskomitee

Bereitschaft sinkt, Mais als Zweitfrucht anzubauen

Weniger Bauern als letztes Jahr wollen Mais als Zweitfrucht anbauen. Allerdings steigt insgesamt die Fläche leicht an, auf der später im Jahr noch Mais wächst.

Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Maiskomitees (DMK) sind 9 % der Befragten entschlossen, einen Zweitfruchtanbau mit Mais vorzunehmen, in der Regel nach Getreide-Ganzpflanzensilage oder sehr früher Wintergerste. Im Vorjahr hatten 11 % der Betriebe angegeben, einen solchen Zweitfruchtanbau durchzuführen.

Trotz des prozentualen Rückgangs der Betriebe steigt die Fläche, auf der in diesem Jahr Zweitfruchtmais wächst, von rund 132.000 ha (2021) auf 136.000 ha (2022) an.

In Brandenburg (einschließlich Berlin) hat sich bei gleichbleibender Anzahl der Betriebe die Fläche im Vergleich zum Vorjahr mit nun 26.150 ha beinahe verdoppelt. Damit hat Brandenburg Niedersachsen (einschließlich Bremen), das bisher führende Bundesland beim Zweitfruchtanbau, abgelöst. Dort ist diese Nutzungsform auf 21.740 ha (Vorjahr: ca. 25.000 ha) vorgesehen.

Nächstfolgendes Bundesland im Ländervergleich ist Bayern mit 21.300 ha. Hier hat sich die Fläche im Vergleich zum Vorjahr auf 13.850 ha ebenfalls stark erhöht. Schlusslichter bilden Thüringen mit 2.900 ha und Rheinland-Pfalz (einschließlich Saarland) mit gut 500 ha geplantem Zweitfruchtanbau.

Die alljährliche Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kynetec (ehemals Kleffmann Group) im Auftrag des DMK widmet sich verschiedenen Facetten des Maisanbaus. In diesem Frühjahr wurden die 2.086 interviewten maisanbauenden Betriebe unter anderem gefragt, ob sie für dieses Jahr einen Zweitfruchtanbau von Mais planen.

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