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Bezahlte Glyphosatstudien: Schmitz hält Vorwürfe für „durchsichtige Kampagne“

Prof. i. R. Dr. Dr. h. c. Michael Schmitz hat zu den Vorwürfen von Lobby Control, Süddeutscher Zeitung und Monitor, er habe verdeckt für Monsanto bezahlte Studien erstellt, Stellung genommen.

Vergangene Woche berichteten LobbyControl, Süddeutsche Zeitung und das ARD-Magazin Monitor, dass Prof. i. R. Dr. Dr. h. c. Michael Schmitz Studien zu Glyphosat erstellt hat, die von Monsanto finanziert worden sein sollen. Dies habe der frühere Wissenschaftler der Uni Gießen nicht mitgeteilt.

ARD-Monitor: Glyphosat: Gekaufte Studien?

In einer Stellungnahme wehrt sich Schmitz nun. Hier sein Brief im Original-Wortlaut:

„Es handelt sich um eine ganz durchsichtige Kampagne von LobbyControl, Süddeutscher Zeitung und Monitor gegen meine Person. Es geht allen dreien gar nicht um die Unabhängigkeit von Wissenschaft und Forschung, was sie so gern hervorheben, sondern vor allem um die Ergebnisse meiner wissenschaftlichen Arbeiten.

Als hinlänglich bekannte Kritiker des Pflanzenschutzmittels Glyphosat und des Unternehmens Monsanto gefallen ihnen die Aussagen, Landwirte und Volkswirtschaft könnten die Verlierer eines Glyphosat-Verbots sein und die Umwelt könne bei konservierender Bodenbearbeitung mit Einsatz von Glyphosat sogar profitieren, ganz und gar nicht. Und was macht man, wenn man die auf soliden Fakten und anspruchsvollen wissenschaftlichen Methoden basierenden Ergebnisse nicht widerlegen kann? Man fängt an, die Forscher selbst bzw. ihre Institutionen zu diskreditieren. Und dabei sind dann alle Mittel recht, wie z.B. die Verletzung der Privatsphäre durch WDR-Mitarbeiter, indem sie unangemeldet an der Haustür ein Interview erzwingen wollen.

Wenn es LobbyControl, Süddeutscher Zeitung und Monitor wirklich nur darum ginge, die Unabhängigkeit von wissenschaftlichen Studien zu recherchieren, sollten sie die wissenschaftliche Qualität der Arbeit auf Fehler, methodische Mängel, Literatur- und Datenverfügbarkeit und im Extremfall auf Manipulationsversuche hin überprüfen. Weil dazu aber die Argumente fehlen, versucht man es über die Frage der Finanzierung solcher Studien. Und dabei wird dann pauschal geschlussfolgert, eine Finanzierung aus der Wirtschaft macht abhängig und führe zu manipulierten Ergebnissen. Offensichtlich haben LobbyControl, Süddeutsche Zeitung und Monitor ein ganz verzerrtes Bild vom Wissenschaftsbetrieb.

Ich für meine Person habe jedenfalls in allen meinen Artikeln und Studien, egal ob im Rahmen meines privaten Instituts für Agribusiness oder als...

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