Bienen brauchen Blüten: top agrar-Experten geben Tipps Plus

Blühmischungen enthalten zahlreiche Pflanzenarten und sind für Bienen ein Paradies. Doch worin unterscheiden sich ein-, über- und mehrjährige Mischungen und was ist beim Anbau zu beachten? Nur wenn die Saatgutmischung zum Standort passt, entwickelt sich daraus ein optimaler Blühstreifen.

enthalten zahlreiche Pflanzenarten und sind für Bienen ein Paradies. Doch worin unterscheiden sich ein-, über- und mehrjährige Mischungen und was ist beim Anbau zu beachten?

Nur wenn die Saatgutmischung zum Standort passt, entwickelt sich daraus ein optimaler Blühstreifen. Wer blühende Flächen im Rahmen des Greenings oder anderer Förderprogramme wie zum Beispiel Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) anlegt, bekommt die Mischung oft vorgegeben. Das muss kein Nachteil sein, weil diese „Pflichtmischungen“ gerade bei mehrjährigen Beständen sehr lange blühen.

Damit diese Flächen bei Kontrollen in vollem Maße anerkannt werden, ist es wichtig, bei der Anlage auf die Vorgaben im jeweiligen Bundesland zu achten. Ohne Förderung ist die Mischung dagegen frei wählbar. Nachfolgend stellen wir vor, welche Art von Blühstreifen auf welchen Standort passt.

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Unsere Autoren: Sandra Mann, Hochschule Anhalt; Dr. Matthias Schrödter, Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt. Zusammengefasst von Friederike Mund.

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Ein- und überjährige Mischungen

Können die Blühstreifen nicht über einen längeren Zeitraum am gleichen Standort verbleiben, eignen sich vor allem einjährige Mischungen. Das ist z. B. im Rübenanbau der Fall. Enthalten sind vorwiegend kurzlebige Arten wie Phacelia, Sonnenblume, Gelbsenf, Buchweizen und kurzlebige Kleesorten. Treten auf Ihrer Fläche sommerkeimende Unkräuter wie Hirse oder Melde auf, empfiehlt es sich, den Anteil konkurrenzstarker Arten zu erhöhen.

Wichtig ist es, möglichst artenreiche Mischungen zu wählen. Je mehr Pflanzen sie enthalten, desto länger sind die Blühzeiträume und das Nahrungsangebot. Aus ökologischer Sicht empfehlen sich mindestens zehn Arten. Können die Bestände bis zum Folgefrühjahr stehen bleiben, sollten auch überwinternde Pflanzen wie Gelbklee, Luzerne oder Markstammkohl eine Rolle spielen. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Sorten ungefüllte Blüten bilden – denn hier finden Bienen und andere Nützlinge Pollen und Nektar.

Empfohlene einjährige Arten: Alexandrinerklee, Borretsch, Dill, Fenchel, Kresse, Gelbsenf, Inkarnatklee, Koriander, Blaue Lupinen, Markstammkohl, Öllein, Ölrettich, Phacelia, Ringelblume, Saat-Esparsette, Seradella, Sommersaatwicke, Sonnenblume.

Die Kosten für einjährige Mischungen liegen bei 50 €/ha (wenige Arten) bis ca. 100 €/ha (hochwertigere artenreiche Mischungen).

Kann die Blühmischung länger als ein Jahr auf einer Fläche bleiben, ist der Anbau einer...

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Diskussionen zum Artikel

von Michael Dörnfeld

mehrjährig ?! Bitte nicht !

Noch hab ich die mehrjährigen Blühäcker in Erinnerung, die im ersten Jahr wunderschön aussahen, aber in den Folgejahren wuchsen ausser Disteln und Ampfer keine Blühpflanzen mehr... Die Sonnenblumen aus dem Ersten Jahr schafften es bis zum Schluß stehen zu bleiben, nur haben sie ... mehr anzeigen

von Michael Dörnfeld

mehrjährig ?! Bitte nicht !

Noch hab ich die mehrjährigen Blühäcker in Erinnerung, die im ersten Jahr wunderschön aussahen, aber in den Folgejahren wuchsen ausser Disteln und Ampfer keine Blühpflanzen mehr... Die Sonnenblumen aus dem Ersten Jahr schafften es bis zum Schluß stehen zu bleiben, nur haben sie ... mehr anzeigen

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